Bundesbank muss zahlen: Alte Frau bekommt zerrissene Geldscheine erstattet

Bundesbank muss zahlen: Alte Frau bekommt zerrissene Geldscheine erstattet

, aktualisiert 24. März 2016, 19:32 Uhr
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Sind mehr als 50 Prozent eines Scheins noch vorhanden, erstattet die Bundesbank einen neuen Schein – außer bei vorsätzlicher Zerstörung.

Quelle:Handelsblatt Online

Aus Angst vor Einbrechern zerriss eine alte Frau ihr Erspartes und lagerte die Schnipsel von Dutzenden 500-Euro-Scheinen in einem Beutel. Die Bundesbank wollte das Geld nicht erstatten. Vor Gericht bekam die Frau recht.

KasselEine alte Frau bekommt Geldscheine im Wert von 18.500 Euro, die sie aus Angst vor Einbrechern zerrissen hat, von der Bundesbank erstattet. Wie der Anwalt der Frau, Alexander Pasquazi, am Donnerstag mitteilte, entschied der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH), dass ein solches gänzlich ungewöhnliches Verhalten nicht dem eines geistig gesunden Menschen entspreche und so der 89-Jährigen aus dem bayerischen Waldkraiburg nicht anzulasten sei (Az: 6 A 682/15). Das Gericht hatte den Fall am Mittwoch verhandelt und bestätigte das Urteil am Donnerstag.

Die Frau hatte die 37 Scheine mit einem Wert von je 500 Euro in kleine Schnipsel gerissen und in einem Gefrierbeutel im Eisfach versteckt. Eigentlich wird laut einem Beschluss der Europäischen Zentralbank (EZB) Geld bei vorsätzlicher Zerstörung nicht ersetzt. Eine Revision wurde nicht zugelassen.

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Quelle:  Handelsblatt Online
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