Bundesbank-Präsident Weidmann: Interesse an bargeldlosem Zahlen in Echtzeit wächst

Bundesbank-Präsident Weidmann: Interesse an bargeldlosem Zahlen in Echtzeit wächst

, aktualisiert 18. Mai 2017, 13:02 Uhr
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Der Bundesbank-Präsident sieht ein wachsendes Interesse am bargeldlosen Bezahlen in Echtzeit.

Quelle:Handelsblatt Online

Bargeldlose Zahlungsformen werden für Banken und Sparkassen zunehmend attraktiver. Zu diesem Schluss kommt Bundesbank-Präsident Jens Weidmann. Das beliebteste Zahlungsmittel sei aber nach wie vor das Bargeld.

FrankfurtDas Interesse von Banken und Sparkassen an bargeldlosen Zahlungsformen in Echtzeit (Instant Payment) ist Bundesbank-Präsident Jens Weidmann zufolge zuletzt gewachsen. „Nach anfänglich zögerlicher Reaktion hat auch die Diskussion über die Herausforderungen durch Fintechs dafür gesorgt, dass die Banken und Sparkassen bei diesem Thema nun mehr Offenheit zeigen“, sagte Weidmann am Donnerstag bei einem Symposium der Bundesbank. Es gelte auch, verlorenes Terrain etwa bei Online-Bezahlungen zurückzugewinnen.

Der Handel verspreche sich durch die Einführung von bargeldlosen Zahlungsformen via Smartphone geringere Kosten im Vergleich mit einer heutigen Kartenzahlung. Beliebtestes Zahlungsmittel der Verbraucher in Deutschland ist an der Ladenkasse allerdings nach wie vor Bargeld. „Zwar nimmt der Anteil elektronischer Zahlungsverfahren hierzulande zu. Dieser Wandel vollzieht sich aber nur vergleichsweise langsam“, sagte Weidmann.

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Zugleich forderte der Bundesbank-Präsident nach der jüngsten weltweiten Cyberattacke die Finanzbranche zu erhöhter Wachsamkeit auf. „Banken, aber auch Zahlungsverkehrs- und Wertpapierabwickler, müssen ihre IT- und Cyberrisiken mindestens mit der gleichen Sorgfalt steuern wie ihre traditionellen Bankrisiken.“ Auch die Bundesbank wurde Weidmann zufolge schon mehrfach angegriffen, konnte die Attacken aber erfolgreich abwehren.

Die Erpressungssoftware „Wanna Cry“ hatte in rund 150 Ländern mindestens 200.000 Organisationen und Privatnutzer getroffen und alle Daten auf den infizierten Rechnern verschlüsselt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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