Bundesbank: Sekundenschnelle Überweisungen könnten bald Alltag werden

Bundesbank: Sekundenschnelle Überweisungen könnten bald Alltag werden

, aktualisiert 07. September 2017, 13:11 Uhr
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Noch vergehen zwischen dem Überweisungsauftrag und seiner Ausführung mehrere Stunden. Das könnte sich jedoch bald ändern.

Quelle:Handelsblatt Online

Echtzeitzahlungen könnten schon Bald alltäglich sein, glauben Experten der Bundesbank. Binnen zwei Jahren könnten der Markt mit dem Service versorgt werden, so Vorstand Carl-Ludwig Thiele.

Frankfurt/DüsseldorfZahlungen in Sekundenschnelle könnten nach Einschätzung der Bundesbank für viele Bankkunden in absehbarer Zeit Alltag werden. „Ich gehe davon aus, dass innerhalb von zwei Jahren eine ausreichende Marktabdeckung hergestellt wird“, sagte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele laut Redetext am Donnerstag bei einer Veranstaltung der Notenbank in Düsseldorf. „Ab dann wird es zu einem stetigen Anstieg der Echtzeitzahlungen kommen, bis diese irgendwann den Standard (...) darstellen.“

Beim sogenannten Instant Payment soll der Überweisungsbetrag innerhalb von zehn Sekunden auf dem Konto des Empfängers gutgeschrieben sein. Der Auftrag erfolgt per Online-Banking oder mit einer Smartphone-App. Bislang werden Überweisungen in der Regel am folgenden Bankarbeitstag gutgeschrieben. Die Bankenbranche reagiert mit dem System auch auf eine Reihe von Angeboten von Online-Bezahldiensten wie Paypal, die schon heute sekundenschnelle Geldüberweisungen ermöglichen.

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„Ab November dieses Jahres wird es erste Lösungen in den Ländern des Eurosystems geben“, sagte Thiele. Weil sich dabei die internationale Kontonummer IBAN, die für Verbraucher seit 1. Februar 2016 verbindlich ist, wegen ihrer Länge - in Deutschland sind es 22 Stellen - nicht immer als Zieladresse eigne, werde derzeit an einer Datenbank zur Verknüpfung von IBAN und Handynummer gearbeitet. „Denn für eine schnelle und weite Akzeptanz des neuen Zahlverfahrens ist es wichtig, schnell nutzerfreundliche mobile Anwendungen auf den Markt zu bringen“, sagte Thiele.

Quelle:  Handelsblatt Online
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