Bundesbank: Vorstand gegen Sonderregeln für neue Zahlungsdienstleister

Bundesbank: Vorstand gegen Sonderregeln für neue Zahlungsdienstleister

, aktualisiert 17. Mai 2017, 17:12 Uhr
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Der Bundesbank-Vorstand möchte, dass das Prinzip „same business, same risk, same regulation“ für alle gilt.

Quelle:Handelsblatt Online

Junge Finanztechnologiefirmen sollen im Zahlungsverkehr keine Sonderregeln erhalten. Der Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele warnte vor speziellen Ausnahmen für einzelne Marktteilnehmer aus.

Frankfurt/MainBundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele hat sich gegen Sonderregeln für junge Finanztechnologiefirmen (Fintechs) im Zahlungsverkehr ausgesprochen. So richtig es sei, den regulatorischen Rahmen zu überprüfen, „so sehr möchte ich davor warnen, Sonderregelungen für einzelne Marktteilnehmer zu schaffen“, sagte Thiele am Mittwoch laut Redetext in Frankfurt. Das Prinzip „same business, same risk, same regulation“ (gleiches Geschäft, gleiches Risiko, gleiche Regulierung) müsse für alle gelten. Mit einer neuen Richtlinie will die EU Geldtransfers bequemer, billiger und sicherer machen.

Die Richtlinie PSD2 soll Anfang 2018 in Kraft treten und sieht vor, dass die Banken Kontendaten ihrer Kunden Drittanbietern zur Verfügung stellen. Die Kunden können dann Überweisungen und andere Bankdienstleistungen nicht mehr nur über ihre Bank abwickeln, sondern auch über deren Konkurrenz. Thiele betonte, Drittanbieter dürften nicht diskriminiert werden. „Andererseits müssen die Kundendaten vor betrügerischem Zugriff geschützt werden.“

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Quelle:  Handelsblatt Online
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