Bundeskartellamt gibt grünes Licht: Paydirekt darf Handy-zu-Handy-Zahlen anbieten

Bundeskartellamt gibt grünes Licht: Paydirekt darf Handy-zu-Handy-Zahlen anbieten

, aktualisiert 12. April 2017, 14:33 Uhr
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Das Gemeinschaftsangebot der Banken und Sparkassen hatte Startschwierigkeiten.

von Katharina SchneiderQuelle:Handelsblatt Online

Das Bundeskartellamt macht den Weg frei für eine gemeinsame Handy-zu-Handy-Zahlfunktion innerhalb von Paydirekt. Nach Anfangsschwierigkeiten könnte das eine echte Chance für den Paypal-Konkurrenten der Banken sein.

FrankfurtDas könnte der Durchbruch sein. Am Mittwoch hat sich das Bundeskartellamt dazu geäußert, wie es die Einführung einer Handy-zu-Handy-Zahlfunktion innerhalb des Internet-Bezahlverfahrens Paydirekt bewertet. Ergebnis: Das Amt hat keine Einwände. Gut möglich, dass sich Bankkunden einander über die Paydirekt-App schon bald kleine Geldbeträge überweisen können.

Die Einschätzung des Bundeskartellamts ist von den Banken bereits lange ersehnt worden, im vergangenen November hatten sie das Amt über ihre Pläne informiert. Das Ergebnis ist keinesfalls selbstverständlich. Eigentlich wollten die Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbank sowie einige Privatbanken unter dem Namen „Geldbote“ schon im vergangenen Jahr eine solche Zahlungsfunktion anbieten. Dem hatte das Bundeskartellamt aber einen Riegel vorgeschoben. Danach haben die Sparkassen innerhalb ihrer Banking-App mit Kwitt eine eigenes Angebot gestartet, ähnlich auch die Volks- und Raiffeisenbanken mit „Geld senden & anfordern“.

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Über Paydirekt als gemeinsames Vehikel soll es nun klappen. Aktuell bietet dieses Gemeinschaftsunternehmen der Banken und Sparkassen in Deutschland eine ähnliche Online-Bezahlfunktion wie der US-Bezahldienst Paypal. Bisher hatte das Angebot aber Startschwierigkeiten. So sind zwar 730 Onlinehändler angebunden, aber der Anteil der ganz großen Shops ist gering. Und nach Handelsblatt-Informationen liefen bis Ende 2016 weniger als 100.000 Transfers.
Ein bankenübergreifendes Handy-zu-Handy-Bezahlsystem könnte die Attraktivität von Paydirekt womöglich steigern. Eine App hat das Unternehmen schon, die zeigt aber bisher nur die über Paydirekt abgewickelten Zahlungen an.

Neben Paypal uns den Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken bieten auch zahlreiche Finanztechnologie-Start-ups sogenannte P2P-Zahlungsfunktionen, so etwa Lendstar, Cringle und Tabbt.


Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, stellte in einer Mitteilung klar: „Wir haben keine Einwände gegen diese Kooperation eines wesentlichen Teils der Kreditinstitute in Deutschland im Bereich der mobilen Bezahlverfahren.“ Die neue Kooperation bringe „eine Verbesserung der Wettbewerbsverhältnisse auf dem Markt für Internet-Bezahlverfahren“. Mit der Umsetzung dieses Vorhabens könne Paydirekt sein Internet-Bezahlverfahren um eine mobile Funktion ergänzen, die der Marktführer Paypal und viele weitere Wettbewerber schon seit geraumer Zeit anböten.

Quelle:  Handelsblatt Online
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