Bundesregierung: Merkel will 50 Prozent Frauen im neuen Kabinett

Bundesregierung: Merkel will 50 Prozent Frauen im neuen Kabinett

, aktualisiert 26. August 2017, 14:14 Uhr
Quelle:Handelsblatt Online

Jeder zweite Posten im nächsten Bundeskabinett soll nach dem Willen von Angela Merkel von einer Frau besetzt sein. Für mögliche Koalitionspartner könne sie aber nicht sprechen.

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Den Vorwurf, den konservativen Flügel der Union bei Richtungsentscheidungen der Vergangenheit vernachlässigt und der AfD zu viel Raum gegeben zu haben, weist die Kanzlerin zurück.

BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel hat sich dafür ausgesprochen, dass das nächste Bundeskabinett einen Frauenanteil von 50 Prozent haben sollte. „Ich müsste natürlich abwarten, welche Vorschläge mir die möglichen Koalitionspartner machen, aber es könnte gelingen“, sagte die CDU-Vorsitzende in einem Interview der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Merkel hatte bereits in einem Interview mit der YouTuberin Ischtar Isik betont, dass sie eine Frauenquote von 50 Prozent im nächsten Kabinett als „absolut erstrebenswert“ ansehe, falls sie wieder Kanzlerin sein sollte. Da es aber wahrscheinlich wieder eine Koalitionsregierung gebe, könne sie dies nur für die CDU, aber nicht für andere Parteien bestimmen, hatte sie gesagt. Sie wolle aber darauf achten, dass es zumindest einen Frauenanteil von „fast 50 Prozent“ geben werde.

Merkel sagte der Zeitung, sie halte den Ausgang der Bundestagswahl am 24. September für völlig offen. Sie verwies auf die hohe Zahl an unentschiedenen Wählern. Sie werde daher bis zum letzten Tag um jede einzelne Stimme für die CDU kämpfen. Den Vorwurf, den konservativen Flügel der Union bei Richtungsentscheidungen der Vergangenheit vernachlässigt und der AfD zu viel Raum gegeben zu haben, wies Merkel zurück.

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Merkel wird bei Wahlkampfauftritten vor allem in Ostdeutschland regelmäßig von Anhängern der rechtspopulistischen AfD und anderen rechten Gruppen massiv beschimpft, so auch am Samstag bei einem Wahlkampfauftritt in Quedlinburg. AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland hat ein Anti-Stör-Abkommen im Wahlkampf abgelehnt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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