Cameron-Nachfolge: Andrea Leadsom gibt auf

Cameron-Nachfolge: Andrea Leadsom gibt auf

, aktualisiert 11. Juli 2016, 13:19 Uhr
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Die Energie-Staatssekretärin hatte mit polemisierenden Aussagen über ihre Rivalin Theresa May für Empörung gesorgt.

Quelle:Handelsblatt Online

Nach umstrittenen Äußerungen zieht sich die Energie-Staatssekretärin Andrea Leadsom aus dem Rennen um die Cameron-Nachfolge zurück. Damit dürfte Theresa May ab Herbst Großbritannien regieren.

LondonIm Wettbewerb um die Nachfolge des britischen Premierministers David Cameron gibt die Bewerberin Andrea Leadsom auf. Dies kündigte sie am Montag in London an. Damit ist Innenministerin Theresa May alleinige Kandidatin und wird aller Voraussicht nach neue Vorsitzende der konservativen Torys und damit auch Premierministerin.

Leadsom hatte mit einem Interview für Empörung gesorgt. Sie hatte am Samstag suggeriert, sie als Mutter wäre für das Land eine bessere Regierungschefin als ihre kinderlose Konkurrentin Theresa May. Zwar sei eine Debatte, „Andrea hat Kinder, Theresa hat keine“ fürchterlich, sagte sie der Zeitung „The Times“. „Aber ganz ernsthaft fühle ich, eine Mutter zu sein bedeutet, dass dir ganz viel an der Zukunft unseres Landes liegt.“

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Nach kritischen Stimmen erklärte Leadsom, sie sehe sich falsch dargestellt. Den „Times“-Artikel bezeichnete sie als Gossen-Journalismus. Gleichzeitig beteuerte sie, Mutterschaft spiele keine Rolle in ihrer Wahlkampagne. Die „Times“ veröffentlichte im Gegenzug den Mitschnitt des Interviews mit Leadsom, der landesweit in den Morgensendungen wiederholt wurde.

May selbst beließ es bei einer Twitter-Botschaft: Sie habe versprochen, einen sauberen Wahlkampf zu führen. 4Und ich lade Andrea Leadsom dazu ein, sich diesem Versprechen anzuschließen.“
Leadsom und die favorisierte Innenministerin May waren die beiden letzten von ursprünglich fünf Bewerbern um die Nachfolge Camerons, der nach dem Brexit-Votum seinen Rücktritt als Partei- und Regierungschef angekündigt hat. May und Leadsom müssen sich einem Votum der Parteibasis stellen, das bis zum 9. September vorliegen soll. Am Samstag schlug sich die Zeitung „Daily Telegraph“, die als einflussreich unter Konservativen gilt, auf die Seite von May.

Quelle:  Handelsblatt Online
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