Commerzbank: Martin Zielke präsentiert Gewinn von 217 Millionen Euro

Commerzbank: Martin Zielke präsentiert Gewinn von 217 Millionen Euro

, aktualisiert 09. Mai 2017, 07:12 Uhr
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Die zweitgrößte deutsche Privatbank hat ihre Quartalszahlen vorgelegt.

von Felix HoltermannQuelle:Handelsblatt Online

Die Commerzbank öffnet ihre Bücher: Im ersten Quartal 2017 steigt das Konzernergebnis auf 217 Millionen Euro, ein Plus von 48 Millionen. Aktionäre hatten den Kurs von Bankchef Martin Zielke zuletzt scharf kritisiert.

Martin Zielke, seit 2016 Chef der zweitgrößten deutschen Privatbank, hatte auf der Hauptversammlung am vergangenen Mittwoch gute Zahlen angekündigt. Analysten hatten zuletzt jedoch ein im Branchenvergleich etwas schwächeres Ergebnis erwartet: So hatten von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Beobachter einen Nettogewinn von 107 Millionen Euro prognostiziert. Im vorbörslichen Handel gaben die Commerzbank-Papiere deutlich nach und lagen zwischenzeitlich über fünf Prozent im Minus.

Hauptversammlung Der Staat in der Commerzbank-Falle

Die Commerzbank hat sich zum wiederholten Mal eine neue Strategie verordnet. Bis die aber Erträge abwirft, müssen Aktionäre viel Durchhaltevermögen beweisen. In diesem Dilemma steckt auch der Bund.

Commerzbank-Hauptversammlung 2017. Quelle: REUTERS

Auch acht Jahre, nachdem die Commerzbank vom Steuerzahler gerettet werden musste, steckt sie noch immer im Umbau. Auf der Hauptversammlung am vergangenen Mittwoch hatte sich Martin Zielke zufrieden mit dem Ergebnis des ersten Quartals gezeigt: „Wir sind gut in das neue Jahr gestartet“, sagte er. „Die Ergebnisse sind ordentlich ausgefallen“. Im Geschäft mit Privat- und Unternehmerkunden habe die Bank rund 150.000 neue Kunden dazugewonnen.

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Weniger gut ist die Stimmung bei den Aktionären – diese hatten ihrem Ärger auf der Hauptversammlung Luft gemacht und die Antrittsbilanz von Zielke kritisiert. „Herr Zielke, wir Aktionäre geben Ihnen eine glatte Vier“, sagte der Rechtsanwalt und Aktionärsvertreter Klaus Nieding. Die Bank habe ihre selbstgesteckten Ziele in den vergangenen Jahren wiederholt verfehlt.

Zielke hat der Commerzbank einen erneuten Umbau verordnet. Bis 2020 will er das Institut zur „Commerzbank 4.0“ entwickeln. Tausende Mitarbeiter sollen die Bank verlassen. Die Bank muss auf die niedrigen Zinsen, die Regulierung, den starken Wettbewerb und die Digitalisierung reagieren. Netto sollen rund 7300 Stellen wegfallen. Wegen des Umbaus sollen Aktionäre in diesem und wohl auch in den kommenden Jahren auf ihre Dividende verzichten.

Quelle:  Handelsblatt Online
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