Commerzbank-Tochter: Privatanleger helfen Comdirect aus der Zinsflaute

Commerzbank-Tochter: Privatanleger helfen Comdirect aus der Zinsflaute

, aktualisiert 02. November 2017, 13:08 Uhr
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Inzwischen zählt die Bank rund 3,3 Millionen Kunden – auch dank der Übernahme des Online-Brokers Onvista, der seit April zur Comdirect gehört.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Commerzbank-Tochter Comdirect hat den Gewinn vor Steuern im dritten Quartal um 13 Prozent auf 21,5 Millionen Euro erhöht. Neben der Zinsflaute profitierte die Bank auch von einem Kundenzuwachs.

FrankfurtDer Commerzbank-Tochter Comdirect helfen Privatanleger im Kampf gegen die niedrigen Zinsen. Höhere Provisionserträge dank gestiegener Handelsaufträge machten den Rückgang des Zinsüberschusses im dritten Quartal mehr als wett, der Gewinn vor Steuern legte um 13 Prozent auf 21,5 Millionen Euro zu, wie die Bank am Donnerstag mitteilte.

„Mit Blick auf das schwierige Marktumfeld haben wir ein sehr ordentliches Ergebnis erzielt“, sagte Comdirect-Chef Arno Walter. Zwar hielten sich viele Anleger wegen vergleichsweise geringer Schwankungen an den Börsen mit Handelsaufträgen zurück, doch konnte Comdirect neue Kunden gewinnen.

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„Das zum Halbjahr verkündete Ergebnisziel für 2017 von 85 Millionen Euro vor Steuern haben wir fest im Blick.“ Das wären sieben Prozent mehr als die 79,6 Millionen Euro, die Comdirect 2016 ohne den Sondergewinn aus dem Verkauf der Anteile an Visa Europe erwirtschaftet hatte. Nach neun Monaten standen bereits 72,5 Millionen Euro zu Buche. Inzwischen zählt die Bank rund 3,3 Millionen Kunden – auch dank der Übernahme des Online-Brokers Onvista, der seit April zur Comdirect gehört.

„Die strategische Ausrichtung der Comdirect passt“, sagte Walter als er auf die Kritik des aktivistischen Investors Petrus Advisers angesprochen wurde. Das höre er auch von Investoren. Er sehe keinen Grund, strategisch oder inhaltlich etwas zu ändern.

Petrus Advisers hatte bei der Comdirect Umbesetzungen im Management, einen unabhängigen Aufsichtsrat, Umstellung von Incentive-Plänen auf Comdirect- statt auf Commerzbank-Aktien, einen Verkauf der Tochter eBase und Kosteneinsparungen von 25 Millionen Euro gefordert. Die Commerzbank, die rund 82 Prozent an der Comdirect hält, hatte die Kritik zurückgewiesen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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