Credit Suisse : Manager-Boni nach Kritik gekappt

Credit Suisse : Manager-Boni nach Kritik gekappt

, aktualisiert 14. April 2017, 13:39 Uhr
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Nicht nur die Boni für Top-Manager sollen gekürzt werden – der Verwaltungsrat der Bank hat beschlossen, seinen Lohn nicht weiter zu erhöhen und auf dem Level von 2015 und 2016 zu belassen.

Quelle:Handelsblatt Online

Schwierige Zeiten bei der Credit Suisse: Die Bank erzielte 2016 ein Minus und hat einen Steuerskandal am Hals. Nach Kritik der Aktionäre kappt die Bank die Boni für Topmanager. Weitere Vergütungen sollen geprüft werden.

BerlinDie Schweizer Großbank Credit Suisse will auf Druck von Aktionären Bonuszahlungen für die Topmanager kürzen. Bankchef Tidjane Thiam und die Geschäftsleitung hätten beschlossen, dem Verwaltungsrat vorzuschlagen, „die bereits von ihm zugeteilte variable Vergütung – bestehend aus langfristigen Incentive Awards für 2017 und kurzfristigen Incentive Awards für 2016 – um je 40 Prozent zu reduzieren“, teilte die Bank am Freitag mit. Auch der Verwaltungsrat habe beschlossen, seine Vergütung auf dem Niveau von 2015 und 2016 zu belassen und auf die für 2017 vorgesehene Erhöhung zu verzichten.

Die zweitgrößte Schweizer Bank verwies darauf, dass einige Aktionäre „Vorbehalte bezüglich der zugeteilten variablen Vergütung für die Geschäftsleitung geäußert“ hätten.

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Unter anderem hatte sich der einflussreiche amerikanische Stimmrechtsberater ISS gegen die variable Vergütung der Geschäftsleitung von insgesamt fast 80 Millionen Franken (75 Millionen Euro) ausgesprochen. Auch den Lohn des Verwaltungsrats und den Vergütungsbericht insgesamt sollen die Aktionäre auf der Generalversammlung am 28. April ablehnen, wie einem Bericht von ISS am Dienstag zu entnehmen war.

Credit Suisse wies im vergangenen Jahr einen Fehlbetrag von 2,7 Milliarden Franken aus. Zudem ist die Bank in einen neuen, europaweiten Steuerskandal verwickelt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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