Cyber-Diebstahl: Bankräuber manipulierten Zahlungssystem Swift

Cyber-Diebstahl: Bankräuber manipulierten Zahlungssystem Swift

, aktualisiert 25. April 2016, 12:56 Uhr
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Swift ist ein Dreh- und Angelpunkt des internationalen Finanzsystems. 3000 Finanzinstitute sind Teil der internationale Kooperative. Sie sollen für reibungslosen Zahlungsablauf sorgen.

Quelle:Handelsblatt Online

Finanzakteure weltweit können Lehren aus dem Cyber-Angriff auf die Zentralbank von Bangladesch ziehen. Experten glauben, dass die Hacker in die Software des internationalen Zahlungsverkehrsystems Swift eingedrungen sind.

BostonDer spektakuläre Hackerangriff auf die Zentralbank Bangladeschs könnte für ein Nachbeben in der weltweiten Finanzwelt sorgen. Nach Reuters-Informationen gelang es den Cyberkriminellen, die vor einigen Wochen 81 Millionen Dollar von der Zentralbank erbeuteten, möglicherweise in eine Software des internationalen Zahlungsverkehrsystems Swift einzudringen. Darauf deuten Erkenntnisse von Sicherheitsexperten des britischen Rüstungskonzerns BAE Systems hin. Die Fachleute sagten der Nachrichtenagentur Reuters, sie hätten vermutlich ein Schadprogramm ausfindig gemacht, das die Hacker bei ihrem Angriff benutzt hätten. Mit diesem Schadprogramm hätten sie die Swift-Kundensoftware Alliance Access manipuliert. Damit wollten die Cyberdiebe ihre Spuren verwischen und die Entdeckung des Raubs verzögern.

Swift ist ein Dreh- und Angelpunkt des internationalen Finanzsystems. Es handelt sich um eine internationale Kooperative von 3000 Finanzinstituten mit Sitz in Brüssel. Sie soll dafür sorgen, dass Zahlungsvorgänge sicher und reibungslos über die Bühne gehen.

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Eine Swift-Sprecherin bestätigte die Existenz eines Schadprogramms, das auf die Kundensoftware abziele. Sie kündigte an, an diesem Montag ein Software-Update vorzulegen, das das Schadprogramm ausschalten soll. Außerdem solle eine Sicherheitswarnung an Finanzinstitute herausgegeben werden. BAE wollte die Öffentlichkeit ebenfalls an diesem Montag in einem Blog über seine Erkenntnisse informieren.

Die Cyberattacke auf die Zentralbank von Bangladesch ereignete sich Anfang Februar. Die unbekannten Diebe knackten die Sicherheitssysteme der Notenbank und gelangten an Zugangsdaten für Überweisungen. Als Konsequenz aus dem Angriff musste der Notenbank-Chef zurücktreten.

Quelle:  Handelsblatt Online
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