Dentons: Wirtschaftskanzlei kann Umsatz kräftig steigern

Dentons: Wirtschaftskanzlei kann Umsatz kräftig steigern

, aktualisiert 09. März 2016, 10:02 Uhr
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Die Wirtschaftskanzlei will in Deutschland wachsen.

von Martin TofernQuelle:Handelsblatt Online

Dentons ist in Deutschland auf dem Vormarsch. Die internationale Kanzlei hat ihren Umsatz hierzulande um 19 Prozent gesteigert. Ein Zusammenschluss könnte das Wachstum weiter befeuern.

DüsseldorfDie internationale Wirtschaftskanzlei Dentons hat ihren Umsatz in Deutschland kräftig gesteigert. Mit ihren in Deutschland tätigen Anwälten erzielte die Kanzlei im vergangenen Jahr Honorareinnahmen in Höhe von 38 Millionen Euro, das sind 19 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Trotz der enormen Steigerung backt Dentons in Deutschland im Vergleich mit anderen Kanzleien immer noch kleine Brötchen: Freshfields, die größte in Deutschland tätige Kanzlei und gerade in der Aufklärung der Abgasaffäre bei Volkswagen aktiv, macht hierzulande fast zehnmal mehr Umsatz als Dentons. Im Jahr 2014 waren das nach einem Ranking des Magazins „Juve“ runde 355 Millionen Euro.

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Dennoch ist die Mannschaft von Dentons stolz auf ihre Leistung, immerhin wuchs der Umsatz bereits im zweiten Jahr in Folge zweistellig. Den Grund sieht Andreas Ziegenhagen, Managing Partner Deutschland, vor allem in den neu hinzugewonnenen Mandaten sowie der gestiegenen Zahl von Anwälten in Deutschland.

„Wir haben allein im vergangenen Jahr zwölf neue Partner zu uns geholt“, erklärte Ziegenhagen dem Handelsblatt. Einige Partner sind allerdings erst gegen Ende des Jahres gekommen, sie werden in den Dentons-Niederlassungen Frankfurt und Berlin also erst in diesem Jahr zu Umsatz beitragen können. Insgesamt arbeiten in Deutschland inzwischen mehr als 100 Anwälte für Dentons.

Erst im vergangenen Jahr hatte Dentons-Chef Joe Andrew im Gespräch mit dem Handelsblatt angekündigt, dass er in Deutschland eine Kanzlei für einen Zusammenschluss sucht. „Wir haben hier einen exzellenten Ruf und exzellente Anwälte. Von beidem hätten wir gern noch mehr“, sagte Andrew. Diese Suche war offenbar bislang wenig ergiebig. „Natürlich wollen wir mehr als zwei Büros in Deutschland haben, aber wie wir das erreichen, steht noch nicht fest“, sagt Anwalt Ziegenhagen. Denkbar sei auch die Zusammenarbeit mit einem „Keypartner“: „Wir sind für beides offen.“ Es hänge davon ab, wo die Kanzlei den richtigen Partner finde.

Auch wenn Dentons in Deutschland noch relativ klein ist, international ist die umtriebige Kanzlei gemessen an der Zahl der Anwälte die größte. Nach dem Zusammenschluss mit der chinesischen Kanzlei Dacheng und weiteren Partnerschaften beschäftigt Dentons weltweit mehr als 6.600 Anwälte an über 125 Standorten in 50 Ländern.

Quelle:  Handelsblatt Online
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