Der Werber-Rat: Der digitale Koffer

Der Werber-Rat: Der digitale Koffer

, aktualisiert 18. Januar 2016, 22:13 Uhr
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Mit Beginn des Jahres 2016 wollen die Lufthansa und der Kofferhersteller Rimowa den Rimowa Electronic Tag einführen. Das im Koffer integrierte Datenmodul ermöglicht den Online Check-in des Gepäckstücks.

von Franziska von LewinskiQuelle:Handelsblatt Online

Der Kofferhersteller Rimowa und die Fluggesellschaft Lufthansa sind die idealen Produktpartner. Ihr neuer smarter Koffer wird laut Ankündigung nicht so sehr das Packen digitalisieren, sondern die Logistik beim Fliegen.

Lufthansa und Rimowa haben für dieses Jahr die Einführung eines digitalen Koffers angekündigt. Bei mir als jemand, der beruflich viel unterwegs ist, weckt das sofort die Fantasie. Was alles kann an einem Koffer digital sein? Ist es den Entwicklern gelungen, mir den abendlichen Packstress zu ersparen? Oder kann ich den Koffer zumindest über eine Drag-and-drop-Funktion aus einer App heraus befüllen?

Zugegeben, ein Traum, der trotz aller digitalen Entwicklungen noch ins Reich der Visionen gehört. Vielleicht sagt mir der digitale Koffer aber zumindest, wie die optimale Packaufteilung aussieht. Wo verstaue ich Flüssigkeiten, wo den Laptop - so dass ich am Airport mit so wenigen Handgriffen wie möglich durch die Gepäckaufgabe komme. Und ich mich nicht in der Schlange vor Ort wieder aufwendig durch berufliche Unterlagen und Kleidungsstücke wühlen muss, weil sich etwas im Koffer befindet, das eigentlich ins Handgepäck gehört.

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Mein unerreichtes Vorbild ist da übrigens George Clooney in seiner Rolle im Film "Up in the Air". Er beherrscht das effiziente Packen und Reisen wie kein anderer. Ich bin mir sicher, würde der Film heute laufen, wären Rimowa und Lufthansa die idealen Produkt-Partner. Ihr neuer Koffer wird aber laut Ankündigung nicht so sehr das Packen digitalisieren, sondern die Logistik beim Fliegen.

Beim smarten Koffer soll nämlich ein sogenannter Electronic Tag mit integriertem Datenmodul und farbigem E-Ink-Display die Gepäckaufgabe von zu Hause oder unterwegs möglich machen. Aus der elektronischen Bordkarte heraus werden die Daten vom Smartphone via Bluetooth an das Gepäckstück übergeben. Der übliche Papierklebestreifen fällt weg. Und damit auch die Gefahr von Verwechslungen. Ich freue mich schon auf den ersten Testflug mit der neuen Technologie. Auch, wenn ich den Koffer immer noch selbst packen muss.

Die Autorin: Franziska von Lewinski ist Vorstand der Agentur Fischer-Appelt. Sie ist eine von sechs Kolumnisten, die an dieser Stelle im täglichen Wechsel über Kommunikation schreiben.

Quelle:  Handelsblatt Online
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