Der Werber-Rat: Macht Roboter zu Kollegen

Der Werber-Rat: Macht Roboter zu Kollegen

, aktualisiert 18. April 2016, 18:46 Uhr
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Roboter kommen immer mehr zum Einsatz. Die Vorteile fortschrittlicher Technologien sollten genutzt werden.

von Franziska von LewinskiQuelle:Handelsblatt Online

Es gibt Studien, die belegen, dass die Digitalisierung jeden zweiten Job bedroht. Doch nicht alle Prozesse können automatisiert werden. Deshalb gilt es, die Vorteile fortschrittlicher Technologien richtig zu nutzen.

Es ist beinahe zwölf Jahre her, dass der damalige Schachweltmeister Garri Kasparow zum ersten Mal gegen einen Computer verlor. Ein Szenario, das sich in unterschiedlichen Konstellationen bis heute unzählige Male wiederholt hat. Nun ist eine weitere Bastion gefallen: Googles Software AlphaGo hat den angeblich weltbesten Go-Spieler Lee Sedol geschlagen. Was das bedeutet? Wer beim Go seinen Gegner besiegt, trifft intelligente Entscheidungen. Kann die Strategie seines Gegenübers erahnen. Der Sieg von AlphaGo ist damit eine Sensation.

Es gibt Studien, die besagen, dass die Digitalisierung jeden zweiten Job bedroht. Viele Menschen machen sich deshalb Sorgen. Auch diejenigen, die in der Kreativbranche arbeiten. Textroboter etwa sind ein großes Thema. Die sind mittlerweile so schlau, dass sie in Windeseile algorithmisch Texte erstellen.

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Sie werden künftig vor allem dann genutzt, wenn auf Daten basierende Meldungen möglichst schnell veröffentlicht werden sollen. Ebenso kommen Roboter künstlerisch zum Einsatz. Es gibt tatsächlich Maschinen, die Kunst entwickeln können oder als "Kreativ-Direktor" ihr Unwesen treiben.

Ich jedoch bin davon überzeugt, dass kreative Prozesse nicht automatisiert werden können. Würde mir aber wünschen, Maschinen bei der kreativen Arbeit stärker einzubeziehen. Daher glaube ich Studien, die besagen, dass zwar ein Mensch beim Schach gegen den Computer verliert.

Im Gegenzug jedoch ein Mensch, der mit einem Computer gemeinsam gegen einen anderen Computer spielt, die Partie für sich entscheidet. Maschinen sind nur so gut wie diejenigen, die sie erstellt haben. Deshalb gilt es, die Vorteile fortschrittlicher Technologien zu nutzen. Und auch, künstlicher Intelligenz zu vertrauen. Eine Allianz zwischen Mensch und Rechner ist schwer zu schlagen. Gemeinsam kommen wir auf ganz neue Ideen.

Die Autorin: Franziska von Lewinski ist Vorstand der Agentur Fischer-Appelt. Sie ist eine von sechs Kolumnisten, die an dieser Stelle im täglichen Wechsel über Kommunikation schreiben.

Quelle:  Handelsblatt Online
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