Deutsche Bank: Achleitner warnt vor Brexit

Deutsche Bank: Achleitner warnt vor Brexit

, aktualisiert 16. Juni 2016, 13:02 Uhr
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Der Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Bank warnt vor einem Brexit.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Bank sieht den Brexit als „wirtschaftliche Katastrophe für die Briten und politische Katastrophe für die EU“. Zudem beklagt er den zunehmenden Populismus in den USA und Europa.

Eine Entscheidung der Briten in der nächsten Woche, sich aus der EU zurückzuziehen, wäre „eine wirtschaftliche Katastrophe für Großbritannien und eine politische Katastrophe für die EU“, erklärte Paul Achleitner am Mittwochabend auf einem Dinner in New York, das das American Council on Germany veranstaltete.

In einer Rede verwies er auf den Kontrast zwischen Meinungsumfragen, die auf einen EU-Austritt der Briten hindeuten, und den Quoten von Buchmachern, die eine Neigung zur Beibehaltung der politischen und wirtschaftlichen Bindung an den Kontinent widerspiegeln.

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Achleitner beklagte außerdem die zunehmenden populistischen Strömungen in den USA und Europa sowie den von Aufsichtsbehörden ausgeübten Druck. Beides hindere viele europäische Banken an der Kreditvergabe und der Förderung der wirtschaftlichen Aktivität.

Auch andere Bankenchefs, darunter Jamie Dimon von JPMorgan Chase und Stuart Gulliver von HSBC, haben vor den Auswirkungen eines Ausscheidens der Briten aus der EU nach dem Referendum am 23. Juni gewarnt. Einige haben Marktturbulenzen, langfristige Unsicherheiten für Großbritannien und Stellenstreichungen in der Londoner Finanzbranche prognostiziert, wenn die Kreditinstitute bestimmte Bereiche auf den europäischen Kontinent verlagern.

Im vergangenen Monat erklärte John Cryan, der Vorstandschef der Deutschen Bank, die Bank werde wahrscheinlich einige Handelsaktivitäten verlagern, wenn das Brexit-Lager die Oberhand gewinne. Es laufe der Intuition zuwider, Produkte der Eurozone wie beispielsweise italienische Staatsanleihen aus London heraus zu handeln, wenn Großbritannien nicht mehr in der EU sei, erläuterte er.

Quelle:  Handelsblatt Online
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