Deutsche Bank: Ein Banker muss in Haft

Deutsche Bank: Ein Banker muss in Haft

, aktualisiert 13. Juni 2016, 12:14 Uhr
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Einsatzfahrzeuge der Polizei stehen am Mittwoch (12.12.12) in Frankfurt am Main vor dem Hauptgebäude der Deutschen Bank. Die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft hat am Mittwoch Räume der Deutschen Bank in Frankfurt am Main durchsucht. Der Grund sind demnach Ermittlungen im Zusammenhang mit Steuerbetrug im Emissionshandel.

Quelle:Handelsblatt Online

Im CO2-Prozess gegen ehemalige Beschäftige der Deutschen Bank ist das Urteil gefallen. Fünf Angeklagte erhielten eine Bewährungsstraße, nur der beteiligte Abteilungsleiter muss ins Gefängnis.

FrankfurtDas Frankfurter Landgericht hat sechs ehemalige Beschäftigte der Deutschen Bank verurteilt, weil sie millionenschwere Steuerbetrügereien ermöglicht haben. Die Bankangestellten waren nach Ansicht des Gerichts wesentlicher Bestandteil eines Umsatzsteuerkarussells, mit dem eine internationale Tätergruppe in den Jahren 2009 und 2010 rund 850 Millionen Euro hinterzogen haben soll. Einem siebten angeklagten Bank-Angestellten wurde eine Bewährungsstrafe nur angedroht.

Nur der ranghöchste Bankangestellte, der Abteilungsleiter Heinz H., erhielt am Montag mit drei Jahren eine Haftstrafe, die nicht mehr zur Bewährung ausgesetzt werden konnte. Die übrigen Angeklagten müssen neben ihren Bewährungsstrafen zwischen einem und zwei Jahren noch Geldbußen von bis zu 200 000 Euro zahlen. Es handelt sich um frühere Geschäftskundenbetreuer, Mitarbeiter der Handels- sowie der Rechtsabteilung. Ihre Büros waren im April 2010 bei einer Großrazzia durchsucht worden. Das Institut selbst wird nicht beschuldigt.

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Das Umsatzsteuerkarussell soll von Herbst 2009 bis Frühjahr 2010 auf Hochtouren gelaufen sein. Beim Handel mit EU-Rechten zum Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2) wurden nach Erkenntnissen der Ermittler über deutsche Gesellschaften Emissionsrechte aus dem Ausland gekauft und im Inland über Zwischenfirmen weiterverkauft, ohne Umsatzsteuer zu bezahlen. Die jeweils letzte Gesellschaft in der Kette veräußerte die Papiere wieder ins Ausland. Dafür ließen sich die Betrüger vom Finanzamt Umsatzsteuer zurückerstatten, die nie gezahlt worden war.

Quelle:  Handelsblatt Online
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