Deutsche Bank: EZB-Aufseher erwägen Prüfung der Großaktionäre

Deutsche Bank: EZB-Aufseher erwägen Prüfung der Großaktionäre

, aktualisiert 17. Juli 2017, 06:59 Uhr
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Blick auf das Frankfurter Finanzviertel, in dem sowohl die Deutsche Bank als auch die EZB ihren Sitz haben.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Bankenaufseher der Europäischen Zentralbank (EZB) erwägen laut einem Zeitungsbericht eine Überprüfung die beiden größten Deutsche-Bank-Anteilseigner aus China und Katar.

Frankfurt/BerlinWegen der beiden größten Deutsche-Bank-Anteilseigner aus China und Katar könne es ein sogenanntes Inhaberkontrollverfahren geben, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf Aufsichtskreise. Die beiden Teilhaber - das chinesische Unternehmen HNA und die Herrscherfamilie von Katar - kontrollierten zwar nur jeweils etwas weniger als zehn Prozent der Anteile, würden aber womöglich trotzdem erheblichen Einfluss ausüben.

Die Aufseher würden daher erwägen, ein solches Verfahren anzustoßen, obwohl das deutsche Kreditwesengesetz dies erst ab einem Anteil von zehn Prozent vorsieht. Dabei wird untersucht, ob der Anteilseigner vertrauenswürdig und finanziell gesund ist, woher das Geld für das Investment kommt, und ob der Investor in kriminelle Handlungen wie etwa Geldwäsche oder Terrorfinanzierung verwickelt ist.
Die EZB und die Deutsche Bank wollten sich am Sonntagabend auf Anfrage nicht zu dem Bericht äußern.
Im Fall der Deutschen Bank könne die EZB-Aufsicht erstmals eine Ausnahmeregelung nutzen, die ein Verfahren auch bei Anteilen unter zehn Prozent zulasse, berichtete die Zeitung. Dazu müssten die Finanzaufseher nachweisen, dass die Aktionäre erheblichen Einfluss auf das Geldhaus ausüben. "Wie das ausgeht, ist noch offen, aber sie werden wohl behandelt, als hielten sie mehr als zehn Prozent", zitierte die "SZ" einen Insider.

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Quelle:  Handelsblatt Online
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