Deutsche Bank: Finanzinstitut will Derivatebuch verkleinern

Deutsche Bank: Finanzinstitut will Derivatebuch verkleinern

, aktualisiert 20. Dezember 2016, 11:32 Uhr
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Einst das größte Derivatehaus der Welt, will die Deutsche Bank ihre Derivatbücher nun verkleinern.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Deutsche Bank wolle ihren Bestand an Derivaten verkleinern, sagt Risikovorstand Stuart Lewis. Die Bücher würden Geschäfte enthalten, welche die Bank heute nicht mehr machen würde.

Die Deutsche Bank will ihren 46 Billionen Euro großen Bestand an Derivaten reduzieren. „Das Derivatebuch ist ohne Zweifel zu groß. Wir wollen es tendenziell verkleinern“, sagt der Risikovorstand Stuart Lewis der Wochenzeitung „Die Zeit” (Mittwochausgabe). „Wir werden in den nächsten Jahren einige Geschäfte aufgeben und mehr Transaktionen zusammenlegen“, so Lewis. Auch sonst gelte es, Komplexität abzubauen: „Wir müssen kleiner und einfacher werden.“

Nach ihrem Einstieg ins Investmentbanking hatte die Deutsche Bank ihr Geschäft mit Derivaten massiv ausgeweitet, bis sie 2011 mit einem Bestand von damals 59,2 Billionen Euro sogar das größte Derivatehaus der Welt wurde. „In den Büchern stehen noch Transaktionen, die wir heute nicht mehr tätigen würden“, räumt Lewis ein, zum Beispiel weil die Bank für diese Geschäfte heute viel Kapital als Sicherheit zurücklegen müsste. Doch der Bestand werde über die Jahre zurückgehen.

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Das Verlustrisiko, das der Bank aus den Derivategeschäften erwächst, wird derzeit mit 36 Milliarden Euro beziffert. „Von dieser Summe machen die 200 größten Gegenparteien rund die Hälfte aus“, so der Risikovorstand. Insgesamt habe die Bank zwar mehr als 2500 Gegenparteien, aber: „Die Konzentration ist gut. Die staatlichen Behörden wollen, dass wir es mit wirklich professionellen Geschäftspartnern zu tun haben.“

Dem Haus helfe die Konzentration, die Risiken zu verstehen und aktiv zu steuern. „Wir kennen diese 200 Gegenparteien bis ins Detail“, sagt Lewis. Sollten diese anfangen, in Schwierigkeiten zu geraten, „haben wir eine Strategie, wie wir damit umgehen.“

Quelle:  Handelsblatt Online
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