Deutsche Bank : Gerüchte um millionenschweren Aktienrückkauf

Deutsche Bank : Gerüchte um millionenschweren Aktienrückkauf

, aktualisiert 09. Februar 2016, 23:53 Uhr
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Einen Zeitungsbericht zufolge will die Deutsche Bank millionenschwere Aktienrückkäufe tätigen.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Deutsche Bank startet möglicherweise eine Offensive gegen den Verfall ihrer Aktien. Das größte deutsche Geldhaus will Bonds im Volumen von mehreren Milliarden zurückkaufen, heißt es in einem Zeitungsbericht.

FrankfurtDie Deutsche Bank prüft einem Zeitungsbericht zufolge einen milliardenschweren Rückkauf von Anleihen. Dabei gehe es in erster Linie um vorrangige Papiere, berichtete die "Financial Times" (FT) am Dienstagabend unter Berufung auf mit dem Plan vertraute Personen. Die größte deutsche Bank habe davon im September 2015 etwa 50 Milliarden Euro im Umlauf gehabt. Bonds im Volumen von mehreren Milliarden sollten nun zurückgekauft werden. Die Deutsche Bank wollte sich dazu nicht äußern.

Die Deutsche Bank reagiere mit dem Rückkauf auf den Verfall ihrer Aktien und wolle damit das Vertrauen der Kapitalmärkte zurückgewinnen, berichtete die Wirtschaftszeitung.

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Mit dem Rückkauf von Anleihen unter dem Nennwert können Banken günstig ihre Kapitaldecke aufstocken. Die Deutsche-Bank-Aktie, die am Dienstag im Xetra-Handel erneut um 4,3 Prozent gefallen war, erholte sich an der Börse in New York deutlich und schloss nur noch ein Prozent im Minus.

Verunsicherte Anleger hatten die Deutsche-Bank-Aktie zwei Tage lang auf Talfahrt geschickt. Das Papier kostet weniger als 15 Euro - in den besten Zeiten waren es über 100 Euro. Deswegen machte sich zuletzt auch Unruhe unter den Anleihe-Investoren breit.

Deutschlands größtes Finanzinstitut hatte am Montagabend bekräftigt, es habe genügend Geld, um seine Zwangswandelanleihen (Contingent Convertible Bonds, "CoCos") zu bedienen. Laut "FT" sind diese Papiere, die erst 2014 im Volumen von rund fünf Milliarden Euro ausgegeben worden waren, von dem Rückkauf-Plan wahrscheinlich nicht betroffen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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