Deutsche Bank: Kampf um Vertrauen

Deutsche Bank: Kampf um Vertrauen

, aktualisiert 02. Februar 2017, 14:58 Uhr
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Seit dem Krisenherbst 2016 sorgen sich Kunden um die Kapitalsituation des Geldhauses. Nun will die Bank mit Coco-Bonds das Vertrauen der Anleger zurückgewinnen.

Quelle:Handelsblatt Online

Die deutsche Bank will verlorenes Vertrauen an den Kapitalmärkten zurückgewinnen. Investoren verspricht die Bank, in diesem Jahr auch die als Coco-Bonds bekannten, besonders riskanten Schuldscheine zu bedienen.

Frankfurt/MainDie Deutsche Bank wirbt mit Nachdruck um Vertrauen auch an den Anleihemärkten. Es sei die „klare Absicht“ der Bank, im laufenden Jahr die sogenannten Coco-Bonds beziehungsweise AT-1-Coupons zu bedienen, sagte Finanzchef Marcus Schenck am Donnerstag in Frankfurt. Die Bank müsse dabei auch nicht auf Rücklagen zurückgreifen.

Die im Jahr 2014 ausgegebenen, besonders riskanten Schuldscheine (Coco-Bonds), mit der die Bank damals ihre Kapitaldecke gestärkt hatte, hatten im Krisenherbst 2016 deutlich an Wert verloren. Seinerzeit verlangte die US-Justiz 14 Milliarden Dollar von der Bank wegen Geschäften mit Hypothekenpapieren vor der Finanzkrise. Das schürte Sorgen um die Kapitalsituation des Geldhauses. Bank und Justizministerium einigten sich schließlich auf einen Vergleich in halber Höhe.

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Die Banken dürfen Coco-Bonds wegen ihrer besonderen Ausstattungsmerkmale dem Eigenkapital zurechnen - vor ein paar Jahren waren sie als wichtiges Instrument zur Stärkung der Kapitalbasis gepriesen worden. Für die Anleger bergen diese Cocos aber Risiken: Zum einen ist die Zinszahlung ähnlich wie eine Dividende auf Aktien nicht garantiert. Zum anderen können die Papiere für Anleger wertlos werden, wenn die Bank im Krisenfall unter bestimmte Kapitalquoten rutscht.

Quelle:  Handelsblatt Online
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