Deutsche Bank: Nach dem Anleiherückkauf ist vor der Neuemission

Deutsche Bank: Nach dem Anleiherückkauf ist vor der Neuemission

, aktualisiert 15. März 2016, 14:02 Uhr
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Das größte deutsche Finanzinstitut plant offenbar, dreijährige Anleihen zu begeben.

Quelle:Handelsblatt Online

Einem Insider zufolge soll die Deutsche Bank planen, eine dreijährige Anleihe zu begeben. Die Unsicherheit der Anleger nach dem Rekordverlust scheint zu schwinden. Die Kosten für die Absicherung gegen Ausfälle sinken.

Frankfurt am MainDeutsche Bank, deren Anleihen im Vormonat unter Druck geraten waren, ist wieder im Markt und begibt offenbar neue Titel. Nach Angaben informierter Kreise platziert die Deutsche Bank vorrangige, unbesicherte Anleihen mit einer Laufzeit von drei Jahren in Euro. Die Ratingagentur Moody’s Investors Service werde die Papiere mit „Baa1“ bewerten, die drittniedrigste Stufe der Kategorie Anlagequalität, sagte die Person, die um Anonymität bat.

Ein Sprecher der Deutschen Bank wollte sich zu der Meldung nicht äußern.

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Zuletzt waren Anleger ob des Rekordverlustes der Bank in Höhe von 6,8 Milliarden Euro 2015 noch nervös geworden. Anfang Februar hatte die Deutsche Bank deshalb versichert, alle Zinsen auf sogenannte Coco-Bonds („Contingent Convertible Bonds“) zahlen zu können. Dabei handelt es sich um Zwangswandelanleihen, die im Krisenfall in Eigenkapital umgewandelt werden können.

Zudem legte das Finanzinstitut ein milliardenschweres Programm zum Rückkauf eigener Anleihen auf, stieß damit bei Anlegern aber auf verhaltenes Interesse. Der Dax-Konzern erwarb Papiere im Gesamtwert von 1,94 Milliarden Euro, wie die Bank am Montag in Frankfurt mitteilte. Aufgerufen hatte das Institut Mitte Februar ein Volumen von drei Milliarden Euro für fünf bestimmte Euro-Anleihen sowie ein Volumen von zwei Milliarden Dollar für acht Dollar-Anleihen. „Die relativ geringe Annahme dieser öffentlichen Kaufangebote zeigt, dass sich die Stimmung am Markt verbessert hat und es Anleger bevorzugen, weiter in Deutsche Bank-Anleihen investiert zu bleiben“, erklärte die Bank zum Abschluss der Kaufangebote.

In der Folge erholten sich Aktienkurs und Anleihenotierungen der Bank. Die Kosten zur Absicherung gegen Ausfälle auf vorrangige Schulden der Bank sind gegenüber dem Hoch im Februar um 40 Prozent gesunken, zeigen Bloomberg-Daten.

Quelle:  Handelsblatt Online
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