Deutsche Bank: Neuer Amerika-Chef gesucht

Deutsche Bank: Neuer Amerika-Chef gesucht

, aktualisiert 03. Mai 2016, 12:17 Uhr
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Zentrale der Deutschen Bank: Das Geldhaus verliert Top-Leute

von Laura de la MotteQuelle:Handelsblatt Online

Schon wieder verlässt ein Top-Manager Deutschlands größtes Geldhaus. Der langjährige US-Firmenkundenspezialist Jacques Brand wechselt zur Investmentbank-Boutique PJT Partners.

Frankfurt/MainDas Personalkarussell bei der Deutschen Bank dreht sich weiter. Jacques Brand, der bisher die Geschäfte in der Region Nordamerika geleitet hat, verlässt das Institut, „um sich einer neuen beruflichen Herausforderung zu stellen“. Ein Nachfolger werde in Kürze bekannt gegeben.

Das verkündeten die beiden Co-Chefs John Cryan und Jürgen Fitschen am späten Montagabend in einer Mitteilung an die Mitarbeiter ohne zu verraten, wohin Brand wechselt. Eine Nachfolgeregelung werde in Kürze bekannt gegeben.

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Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg wird Brand bei der Investmentbank-Boutique PJT Partners anheuern. Brand reiht sich ein in eine längere Liste an Abgängen von Führungskräften, die das Geldhaus in den letzten Monaten verkraften musste. Zuletzt verabschiedeten sich zum Beispiel Joachim Häger, der Deutschland-Chef für den Bereich Wealth Management, Georg Hansel aus dem Aktienemissionsgeschäft und James Dilworth aus der Vermögensverwaltung.

Neben mangelnder Beförderung werden in Branchenkreisen auch die Bonuskürzungen bei der Deutschen Bank sowie die trüben Geschäftsaussichten des mitten in der Restrukturierung steckenden Instituts als Wechselgründe genannt. Auch die immer steigenden regulatorischen Anforderungen an das Bankgeschäft seien ein Motivationskiller.

Brand hatte seine Karriere im Jahr 1984 bei der inzwischen bankrotten US-Investmentbank Lehman Brothers begonnen. 1990 stieß Brand im Jahr 1990 von Bankers Trust zur Deutschen Bank. Cryan und Fitschen huldigen ihn in ihrer Mitteilung, Brand habe „eine zentrale Rolle“ beim Aufbau und bei der Stärkung der Präsenz in den USA und in der gesamten amerikanischen Region. In den ersten Jahren seiner Tätigkeit hat er sich vor allem auf das Wachstum des Unternehmensfinanzierungsgeschäfts fokussiert, in den USA wie auch global.

2012 stieg er zum CEO für die Region Nord- und Südamerika auf und bekam sogar einen Platz im erweiterten Vorstand „Group Executive Committee“. Letzteres wurde im Zuge von Cryans Vorstandsumbau im vergangenen Herbst abgeschafft, Brand hingegen als Amerika-Chef bestätigt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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