Deutsche Bank: Nur noch "Ertragsbringer" sollen Bonus bekommen

Deutsche Bank: Nur noch "Ertragsbringer" sollen Bonus bekommen

, aktualisiert 17. Januar 2017, 07:21 Uhr
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Die Bonuszahlungen an die Mitarbeiter werden 2016 erneut geringer ausfallen.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Deutsche Bank könnte 90 Prozent der Bonuszahlungen für 2016 auf Eis legen, berichtet die New York Post. Auch sollen die Boni auf fünf Jahre verteilt werden und in geringerem Maße bar ausgezahlt werden.

Es gilt als sicher, dass Deutschlands größtes Geldhaus 2016 erneut weniger Bonuszahlungen an seine Mitarbeiter ausschütten wird als im Jahr zuvor. Spekuliert wird allerdings darüber, in welchem Maße die Deutsche Bank die erfolgsabhängigen Prämien einschränken will.

Einem Bericht der New York Post zufolge könnten die Einschnitte tief sein: 90 Prozent der Manager und Händler sollen 2016 leer ausgehen. Nur die obersten zehn Prozent der „Ertragsbringer“ würden bedacht, zitiert die US-Zeitung aus Bankkreisen. Zudem sollten die Zahlungen auf fünf Jahre gestreckt werden. Die Deutsche Bank kommentierte den Bericht nicht.

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Seit längerem werden in der Bank Möglichkeit diskutiert, wie die variable Vergütung künftig gestaltet werden könnte. Dabei soll auch die Barkomponente zurückgefahren werden. Diskutiert werde etwa darüber, sie teilweise durch Deutsche-Bank-Aktien zu ersetzen.

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Das Deutsche-Bank-Logo am Gebäude in Frankfurt Quelle: REUTERS

Die Deutsche Bank hatte den Gesamtbetrag für die variable Vergütung im Konzern in den vergangenen Jahren kontinuierlich abgeschmolzen: Für das Jahr 2013 waren es noch rund 3,2 Milliarden Euro, ein Jahr später 2,7 Milliarden Euro und für 2015 dann 2,4 Milliarden Euro. Zugleich jedoch bekamen Festvergütungen steigendes Gewicht.

Viel Zeit für eine Entscheidung über den aktuellen Bonuspool bleibt nicht mehr: Die Boni für das abgelaufene Geschäftsjahr werden üblicherweise im März ausgezahlt, zuvor muss der Aufsichtsrat die Vergütung absegnen und die Mitarbeiter sollen informiert werden.

Am 2. Februar will Deutschlands größtes Geldhaus seine Bilanz für das Jahr 2016 vorlegen. Nach dem Rekordverlust von 6,8 Milliarden Euro im Jahr 2015 erwarten Analysten auch für das gerade abgelaufene Jahr rote Zahlen. Teure Rechtsstreitigkeiten und der laufende Konzernumbau belasten die Deutsche Bank nach wie vor.

Quelle:  Handelsblatt Online
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