Deutsche-Bank-Prozess: „14,25 Euro – der Pfeil zeigt nach unten“

Deutsche-Bank-Prozess: „14,25 Euro – der Pfeil zeigt nach unten“

, aktualisiert 05. April 2016, 13:13 Uhr
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Der Richter hat im Deutsche-Bank-Prozess Jürgen Fitschens Vermögenswerte knallhart analysiert.

Quelle:Handelsblatt Online

Von Streuung hält Jürgen Fitschen, Co-Chef der Deutschen Bank, nicht viel. Er halte ausschließlich Aktien der Deutschen Bank, sagt sein Anwalt in einem Prozess in München. Und der Kurs falle. Der Richter prüft's nach.

MünchenDer Kursverlust der Deutsche-Bank-Anteilsscheine in den vergangenen Jahren hat auch das Aktienvermögen von Co-Chef Jürgen Fitschen schmelzen lassen. Fitschen habe ausschließlich Aktien der Deutschen Bank im Depot, sagte sein Anwalt Hanns Feigen am Dienstag vor dem Landgericht München, wo Fitschen wegen versuchten Prozessbetrugs im Fall Kirch angeklagt ist. Entsprechend habe sich sein Vermögen reduziert.

Als Angeklagter vor Gericht musste Fitschen vor wenigen Wochen eine Erklärung zu seinen finanziellen Verhältnissen angeben. Diese hatte die Staatsanwaltschaft nicht überzeugt: Offenbar habe sich das Vermögen Fitschens deutlich verringert, merkte der Staatsanwalt an. Fitschens Anwalt konterte: „Sie sollten mal die Zeitung lesen, dann würden Sie sehen, wie sich der Kurs der Deutschen Bank geändert hat.“

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Richter Peter Noll überzeugte sich am Computer im Gerichtssaal von dem tagesaktuellen Kurs: „14,25 Euro“, sagte er. „Der Pfeil zeigt nach unten.“ Vor der Finanzkrise war die Aktie noch mehr als 100 Euro wert gewesen.

Fitschen ist zusammen mit seinen Vorgängern Josef Ackermann und Rolf Breuer sowie zwei weiteren Ex-Bankern wegen versuchten Prozessbetrugs angeklagt. Alle fünf sollen sich vor fünf Jahren abgesprochen haben, um Richter zu täuschen und Schadenersatzforderungen für die Pleite des Medienkonzerns Kirch abzuwehren. Die Angeklagten bestreiten dies.

Quelle:  Handelsblatt Online
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