Deutsche Bank-Slogan: #PositiverBeitrag statt Leistung aus Leidenschaft

Deutsche Bank-Slogan: #PositiverBeitrag statt Leistung aus Leidenschaft

, aktualisiert 08. Mai 2017, 11:54 Uhr
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Ein neuer Slogan soll Deutschlands größtes Geldhaus in positives Licht rücken.

von Yasmin OsmanQuelle:Handelsblatt Online

Leistung aus Leidenschaft – mit diesem Slogan hadert die Deutsche Bank schon lange. Mit ihrem neuen Konzept will die Bank zeigen, was sie für die Gesellschaft nützlich macht – und die Mitarbeiter sollen dabei helfen.

FrankfurtLange hat die Deutsche Bank an einem neuen Sinnspruch gebastelt, nun lüftet sich der Schleier: Künftig wirbt die Bank nicht mehr mit einem konkreten Werbespruch für sich – statt eines Slogans gibt es nur noch einen Hashtag: #PositiveImpact oder auf Deutsch #PositiverBeitrag. Mit ganz unterschiedlichen Formaten, seien es Filmchen oder anderes, zeigt die Bank unter dem Hashtag, was sie für ihre Kunden oder die Gesellschaft leistet. „Es wird eine Kampagne mit echten Mitarbeitern, echten Kunden und wahren Geschichten“, sagt Kommunikationschef Jörg Eigendorf dem Medienbranchendienst turi2.

Das Konzept erinnert damit ein wenig an die Werbung der „Deutschen Fernsehlotterie“, die seit einigen Jahren Vertreter der von ihr geförderten sozialen Projekte für sie sprechen lässt. Der alte Slogan aus der Ära des früheren Vorstandschefs Josef Ackermann, „Leistung aus Leidenschaft“, ist damit bald endgültig Geschichte. Er galt längst als verbrannt. Schließlich stammt er aus einer Zeit, in der die Bank mit rücksichtslosen Geschäftspraktiken im Investmentbanking sich viele der Rechtsprobleme einhandelte, die das Kreditinstitut seither viele Milliarden Euro gekostet hat.

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Die neue Kampagne läuft zunächst nur bankintern und soll erst irgendwann nach den Sommerferien auch nach außen getragen werden. Vorstandschef John Cryan forderte die Mitarbeiter in einem internen Schreiben dazu auf, ihre Ideen beizusteuern. „Bevor wir uns nach außen wenden, starten wir intern“, sagte Markenchefin Lareena Hilton im turi2-Interview. #PositiverBeitrag sei auch ein Kommunikationsprogramm, in das sich jeder einbringen könne.

Anders gesagt: Welche Inhalte irgendwann im Herbst dann auch öffentlich in Fernsehspots oder Anzeigen zu sehen sind, ist damit noch ziemlich offen. Es hängt nicht zuletzt von der Kreativität der Deutschbanker ab. Das erinnert dann wieder an das Prinzip der jungen Finanztechnologieunternehmen, das viele Banken mittlerweile kopieren: Viel ausprobieren, auch mal scheitern und dann etwas Neues ausprobieren. Oder im Fachchinesisch: Immer schön agil sein.

Das klingt ziemlich unverbindlich, ebenso wie der Verzicht auf einen festen Werbeslogan. Doch das wird von der Deutschen Bank zum Stilmittel erklärt: Der Hashtag sei dynamisch und steht laut Eigendorf für Dialog. Oder ob es mit den Worten von Markenchefin Hilton zu sagen: „Ein Hashtag ist etwas Beiläufiges, etwas, das man leichter ändern kann“, sagte sie der Welt. Das gebe der Bank die nötige Flexibilität, den Slogan in zwei Jahren wieder zu wechseln.

Quelle:  Handelsblatt Online
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