Deutsche Bank: US-Aufsicht prüft Fehlverhalten bei Handel mit Hinterlegungsscheinen

Deutsche Bank: US-Aufsicht prüft Fehlverhalten bei Handel mit Hinterlegungsscheinen

, aktualisiert 08. November 2016, 10:59 Uhr
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Der Deutschen Bank droht in den USA neuer juristischer Ärger.

Quelle:Handelsblatt Online

Banken handeln gerne mit ADR-Hinterlegungsscheinen – das ist billiger und weniger aufwendig als der Handel mit den eigentlichen Aktien. Doch nun soll die US-Bankenaufsicht ermitteln. Auch gegen die Deutsche Bank.

Bangalore/New YorkDer Deutschen Bank könnte einem Bericht zufolge neuer Ärger in den USA drohen - dieses Mal von der US-Börsenaufsicht SEC. Das größte deutsche Geldhaus stehe neben der Bank of New York Mellon, der Citigroup und JPMorgan unter Verdacht, im Handel mit sogenannten Aktien-Hinterlegungsscheinen (ADRs) Regeln verletzt zu haben, berichtete das „Wall Street Journal“ am Montag (Ortszeit) unter Berufung auf eingeweihte Kreise.

Möglicherweise seien in dem in der Öffentlichkeit nicht so bekannten, aber doch großen Markt Kontrollen umgangen worden, um so Steuervergehen zu erleichtern oder Vorteile durch Insider-Informationen zu erlangen.

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Die vier Banken seien bereits Ende des vergangenen Jahres von der SEC aufgefordert worden, Informationen bereitzustellen. Derzeit werte die Börsenaufsicht die Daten aus und befrage Zeugen. Es sei noch nicht klar, ob diese Vorermittlungen in ein Verfahren mündeten. Die Banken selbst bestritten alle Vorwürfe und gingen gegen die Ermittlungen vor. Ihrer Darstellung nach gebe es genügend Kontrollen, um Missbrauch beim Handel mit ADRs (American Depositary Receipts) zu verhindern, hieß es in dem Bericht.

Hinterlegungsscheine – in diesem Fall American Depository Receipts (ADR) – sind Zertifikate, die für ausländische Aktien stehen, die von US-Banken verwaltet werden. Der Handel mit den Scheinen statt mit den eigentlichen Aktien ist billiger und weniger aufwendig.

Quelle:  Handelsblatt Online
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