Deutsche Börse: Spekulationen über mögliche Kengeter-Nachfolger

Deutsche Börse: Spekulationen über mögliche Kengeter-Nachfolger

, aktualisiert 09. August 2017, 14:41 Uhr
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Muss der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Börse sein Amt bald abtreten?

Quelle:Handelsblatt Online

Die Ermittlungen gegen Kengeter wegen des Verdachts auf Insiderhandel dauern an. Derweil kursieren in Medienberichten schon Namen möglicher Nachfolger. Die Hängepartie um den Deutsche-Börse-Chef drückt auf die Stimmung.

FrankfurtDer Aufsichtsrat der Deutschen Börse befasst sich einem Magazinbericht zufolge mit einem möglichen Nachfolger für den unter Druck stehenden Vorstandschef Carsten Kengeter. Sollte Kengeter aufgrund der gegen ihn laufenden Ermittlungen wegen Insiderhandels abtreten müssen, könnte ein interner Nachfolger präsentiert werden. „Die Frage wurde erörtert und die Namen Andreas Preuß sowie Gregor Pottmeyer sind genannt worden“, zitierte die „Wirtschaftswoche“ am Mittwoch einen nicht namentlich genannten Insider.

Im Aufsichtsrat soll Pottmeyer dem Bericht zufolge mehr Rückhalt haben als Preuß. Pottmeyer ist Finanzchef der Börse, der Aufsichtsrat hat seinen Vertrag erst in diesem Jahr um fünf Jahre verlängert. Preuß ist offiziell zwar Stellvertreter von Kengeter, sein Vertrag läuft aber nur noch bis zum Frühjahr. Ein Sprecher der Börse wollte den Bericht nicht kommentieren: „Die Agenda der Themen des Aufsichtsrats diskutieren wir grundsätzlich nicht in der Öffentlichkeit.“

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Die Hängepartie um Kengeter drückt auch auf die Stimmung: Dem Betriebsrat sei aus zahlreichen Gesprächen bekannt, dass die Situation „nicht nur als extrem peinlich empfunden wird, sondern große Unruhe und Besorgnis erzeugt“, erklärten die Arbeitnehmervertreter in einem Reuters vorliegenden Schreiben an die Belegschaft. „Wir können uns nicht erinnern, dass jemals zuvor in der langen Geschichte unseres Unternehmens als wichtiger Bestandteil des Finanzplatzes Frankfurt ein solch schwerer Reputationsschaden verursacht wurde.“ Die Wirtschaftswoche hatte zuerst aus dem Betriebsrats-Newsletter zitiert.

Quelle:  Handelsblatt Online
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