Deutsche Börse: „Starkes Standbein" in Frankfurt

Deutsche Börse: „Starkes Standbein" in Frankfurt

, aktualisiert 18. März 2016, 11:23 Uhr
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Nach der geplanten Fusion soll die Holding von Deutscher Börse und London Stock Exchange an der Themse und nicht am Main ihren Sitz haben.

Quelle:Handelsblatt Online

Ob die geplante Fusion von Deutscher Börse und London Stock Exchange gelingt, hängt auch von der Zustimmung der hessischen Landesregierung ab. Börsenchef Carsten Kengeter beginnt deshalb, sie zu umgarnen.

FrankfurtDie Deutsche Börse wirbt mit Garantien für den Finanzplatz Frankfurt beim Land Hessen um die Zustimmung zur geplanten Fusion mit der Londoner Börse. „Wir sind im Gespräch, sehr detailliert“, sagte Vorstandschef Carsten Kengeter der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Die hessische Landesregierung ist bislang skeptisch, ob der Sitz der geplanten europäischen Superbörse in London genehmigungsfähig ist. Der zuständige Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Bündnis 90/Die Grünen) könnte daher den Zusammenschluss untersagen.

„Wir sind uns einig, dass wir den Finanzplatz Frankfurt fördern wollen, dass zum Beispiel die Fintechs hier wachsen“, sagte Kengeter. „Es wird dann sicherlich auch die ein oder andere Versicherung unsererseits geben, dass wir das auch so machen.“

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Die Vorteile einer engen Anbindung an die Europäischen Zentralbank (EZB) und die Bundesbank dürften auch die Aktionäre eines kombinierten Konzerns so sehen. „Es wäre unlogisch, etwas anderes als ein starkes Standbein in Frankfurt zu wollen.“

Am Mittwoch hatten die Deutsche Börse und die London Stock Exchange (LSE) ihre Fusionspläne offiziell gemacht. Dadurch soll der nach Umsatz größte Börsenbetreiber der Welt entstehen.

Angestrebt ist, dass nach dem Umtausch der Aktien die Anteilseigner der Deutschen Börse mit 54,4 Prozent eine Mehrheit an der fusionierten Börse halten. Die gemeinsame Holding soll allerdings ihren Sitz in London haben.

Kengeter ist als künftiger Vorstandschef vorgesehen. Beide Seiten hoffen, den Zusammenschluss bis Ende dieses Jahres oder Anfang 2017 über die Bühne zu bringen. Zuvor müssen neben den Aktionären zahlreiche Behörden zustimmen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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