Deutsche Börse und LSE: Börsenbetreiber wegen Zweifel an Fusion unter Druck

Deutsche Börse und LSE: Börsenbetreiber wegen Zweifel an Fusion unter Druck

, aktualisiert 24. Februar 2016, 14:41 Uhr
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Analysten hegen Zweifel an den Plänen des Deutsche-Börse-Chefs.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Deutsche Börse strebt einen Zusammenschluss mit der London Stock Exchange an. Doch Analysten hegen Zweifel an den Erfolgsaussichten der Fusionspläne. Das belastet die Kurse der beiden Börsenbetreiber.

FrankfurtZweifel an den Erfolgsaussichten des angestrebten Zusammenschlusses der Deutschen Börse und der London Stock Exchange (LSE) haben am Mittwoch die Kurse beider Börsenbetreiber belastet. Deutsche Börse rutschten um 3,6 Prozent auf 75,96 Euro ab, LSE um 3,2 Prozent auf 2546 Pence. Am Dienstag hatten die Aktien der Deutschen Börse 3,2 Prozent zugelegt, die Papiere der LSE waren mit einem Plus von 13,7 Prozent aus dem Handel gegangen.

„Wir halten die Aktienkursreaktion von gestern nicht für gerechtfertigt“, stellte Equinet-Analyst Philipp Häßler fest. Derzeit stünden allenfalls Synergien bei den Kosten hinter dem Deal – und keine anderen strategischen Beweggründe. Zudem gelte es hohe regulatorische Hürden zu überwinden. Equinet stufte die Aktien der Deutschen Börse herunter auf „neutral“ von „accumulate“ und senkte das Kursziel auf 79 von 88 Euro.

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Auch andere Analysten äußerten sich skeptisch. Zum jetzigen Zeitpunkt sei mit Blick auf aufsichtsrechtliche Genehmigungen und die Politik ein Gelingen der Fusion nicht sicher, erklärte Markus Rießelmann, Analyst bei Independent Research. Auch die Historie mit zwei gescheiterten Anläufen solle nicht vergessen werden.

Zwar könnte für Kunden durch den Zusammenschluss der Börsenbetreiber wegen seiner Größe attraktiver werden und den Wettbewerbern aus den USA und Asien eine stärkere Konkurrenz bieten, erklärte NordLB-Analyst Michael Seufert. „Allerdings haben die Fehlversuche der letzten Jahre gezeigt, dass Börsenfusionen notorisch schwierig in der Realisierung sind und eine geringe Eintrittswahrscheinlichkeit besitzen.“

Quelle:  Handelsblatt Online
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