Deutsche Börse und LSE: Deutsche Banken fordern Börsensitz in Frankfurt

Deutsche Börse und LSE: Deutsche Banken fordern Börsensitz in Frankfurt

, aktualisiert 25. Juli 2016, 19:22 Uhr
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Für die deutschen Banken ist nach dem Brexit-Votum klar, dass bei einer möglichen Fusion der Deutschen Börse mit der Londoner Börse nur Frankfurt als Standort in Frage kommt.

Quelle:Handelsblatt Online

Am Dienstag sollen die Aktionäre der Deutschen Börse entscheiden, ob sie für die Fusion mit der LSE stimmen. Vorab positionieren sich die deutschen Banken in der Frage, wo die Heimat der Fusions-Börse sein soll.

Berlin Frankfurt und nicht London sollte aus Sicht der deutschen Banken nach einer möglichen Fusion der beiden Börsen zum Hauptsitz werden. „Ein Unternehmenssitz außerhalb der EU erscheint nach dem Brexit nicht sinnvoll“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands deutscher Banken, Michael Kemmer, der Deutschen Presse-Agentur. „Es ist davon auszugehen, dass diese Diskussion noch mal neu aufgerollt wird.“

Die Aktionäre der Deutschen Börse entscheiden bis Dienstag, ob sie für eine Fusion mit der Londoner Börse LSE sind. Angestrebt wird, dass bis dahin mindestens 60 Prozent der Anteilseigner ihre Aktien zum Umtausch in Papiere des fusionierten Unternehmens anbieten. Die LSE-Aktionäre hatten bei einer außerordentlichen Hauptversammlung Anfang Juli bereits für die Fusion gestimmt.

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„Die Fusion der beiden Börsenplätze bleibt auch nach der Brexit-Abstimmung wirtschaftlich sinnvoll“, betonte Kemmer. „Börsenhandel ist Mengengeschäft. Je mehr Volumen über eine Handelsplattform abgewickelt wird, desto besser ist das aus wirtschaftlicher Sicht.“

Der Bankenverband vertritt die privaten Institute in Deutschland. Kemmer sagte: „Aus nationaler Sicht haben wir eine gewisse Vorliebe dafür, wenn der Sitz der neuen Gesellschaft in Frankfurt wäre.“ Der Banken-Funktionär deutete an, dass dafür Zugeständnisse an anderer Stelle notwendig sein könnten. „Das ist ein Zusammenschluss, keine Übernahme. Und das ist immer ein Geben und Nehmen.“

Quelle:  Handelsblatt Online
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