Deutsche Börse und LSE: Spitzengespräch in Wiesbaden soll Fusionspläne vorantreiben

Deutsche Börse und LSE: Spitzengespräch in Wiesbaden soll Fusionspläne vorantreiben

, aktualisiert 12. Januar 2017, 18:50 Uhr
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Die Zustimmung der hessischen Börsenaufsicht gilt neben der Prüfung der EU-Kommission als größte Hürde für die gut 25 Milliarden schwere Fusion der Börsen von Frankfurt und London.

Quelle:Handelsblatt Online

Um die Bedenken des Landes Hessen auszuräumen, wollen die Top-Manager von Deutscher Börse und LSE nach Wiesbaden reisen. In einem Zwölf-Augen-Gespräch wollen Unternehmensspitze und Politik ihre Argumente austauschen.

FrankfurtBewegung bei der geplanten Megahochzeit von Deutscher Börse und London Stock Exchange: Die beiden Fusionspartner und das Land Hessen gehen in der Standortfrage offenbar aufeinander zu. Am kommenden Dienstag soll das Thema bei einem Spitzentreffen in Wiesbaden besprochen werden, heißt es in Finanzkreisen, die damit einen Bericht der Nachrichtenagentur Reuters bestätigen. Eine Einigung in der Standortfrage wird dabei aber noch nicht erwartet. Die Initiative für das Treffen soll von den Börsen ausgehen.

Deutsche Börse und London Stock Exchange wollen zu einem rund 25 Milliarden Euro schweren Konzern verschmelzen. Hessens Börsenaufsicht kann den Deal untersagen, wenn sie die Entwicklung des Handelsplatzes gefährdet sieht. Als größtes Hindernis gilt die Standortfrage. Die Holdinggesellschaft des Konzerns soll in London angesiedelt werden. Das brachte den Fusionspartnern teils harsche Kritik von Aufsehern und Politikern ein.

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Nun wollen Börsenchef Carsten Kengeter, Aufsichtsratschef Joachim Faber und ihre LSE-Pendants Xavier Rolet und Donald Brydon nach Wiesbaden reisen. Dort treffen sie auf Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Die Grünen), der die Börsenaufsicht verantwortet. Die Börsen wollten sich zu dem Treffen nicht äußern.

Derzeit prüft die Europäische Kommission das Vorhaben. EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager fürchtet, dass der Konzern den Markt für die Abwicklung von Derivategeschäften beherrschen könnte. Um diese Bedenken auszuräumen, will die LSE ihre französische Clearingtochter an den Konkurrenten Euronext verkaufen. Den Verkauf haben die Wettbewerbshüter bei ihrer Prüfung bislang noch nicht berücksichtigt. Bei der Deutschen Börse heißt es, man arbeite gemeinsam mit der LSE weiterhin konstruktiv mit der EU-Kommission zusammen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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