Deutsche Lufthansa: Der Kranich spürt wieder Aufwind

Deutsche Lufthansa: Der Kranich spürt wieder Aufwind

, aktualisiert 17. März 2016, 07:52 Uhr
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Vor allem das Passagiergeschäft hat der deutschen Airline zum Gewinnsprung verholfen.

Quelle:Handelsblatt Online

Trotz Germanwings-Absturz und Streiks hat die Lufthansa ein geschäftlich erfolgreiches Jahr hinter sich. Vorstandschef Spohr präsentiert einen um 55 Prozent gestiegenen Betriebsgewinn. Aktionäre erhalten eine Dividende.

FrankfurtDie Lufthansa steigert dank niedriger Spritkosten und guter Geschäfte der Passagier-Airlines den Jahresgewinn deutlich. Das Betriebsergebnis (bereinigtes Ebit) stieg 2015 um 55 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro, wie die Lufthansa am Donnerstag mitteilte. Wegen des Gewinnwachstums werde eine Dividende von 50 Cent je Aktie gezahlt. Für 2014 hatte der Konzern die Gewinnbeteiligung aufgrund hoher Verluste gestrichen.

Nach Aussagen des Vorstands sollen die Geschäfte auch weiter gut laufen: In diesem Jahr werde das bereinigte Ebit den Vorjahreswert leicht übersteigen. Rückenwind sollte dabei weiterhin der niedrige Ölpreis geben. Für die Berechnung der Dividende hat sich der Konzern ein neues Verfahren gegeben. Danach müssen zwischen 10 und 25 Prozent des Gewinns vor Zinsen und Steuern (Ebit) an die Anteilseigner ausgeschüttet werden.

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Das abgelaufene Jahr war hart für die Lufthansa. Im März lenkte der Copilot eine Maschine der Tochter Germanwings in einen Berg - alle 150 Menschen an Bord kamen ums Leben. Zudem legten Flugbegleiter und Piloten wegen Tarifstreitigkeiten wiederholt die Arbeit nieder.

Im Tarifkonflikt mit dem Personal hat Lufthansa-Chef Spohr gegen zunächst entschlossenen Widerstand der Gewerkschaften durchaus Erfolge vorzuweisen. So haben mit dem Bodenpersonal und den Flugbegleitern die beiden größten Berufsgruppen die verlangte Umstellung des Betriebsrentensystems grundsätzlich akzeptiert. Lufthansa trägt für die Beschäftigten nicht mehr das Zinsrisiko, sondern zahlt nur noch einen fest definierten Beitrag. Offen ist aber immer noch der Konflikt mit den Piloten, der bislang zu 13 Streiks geführt hat.

Auch die europaweite Expansion der neuen Billigmarke Eurowings ist deutlich vorangekommen. Die neue Plattform, auf der mehrere Fluggesellschaften die Punkt-zu-Punkt-Verbindungen abwickeln, wächst aktuell sehr schnell, während die Flotten der traditionellen Netz-Gesellschaften stagnieren oder sogar schrumpfen. Ärger gab es allerdings wegen der häufigen Verspätungen beim neuen Fernflugangebot der Eurowings. Als dritte Säule des weltgrößten Luftverkehrskonzerns hat Lufthansa weltweit führende Serviceanbieter für Flugzeugwartung und Bordverpflegung.

Quelle:  Handelsblatt Online
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