Deutsche Post und Ford: Ein großer Bruder für den Streetscooter

Deutsche Post und Ford: Ein großer Bruder für den Streetscooter

, aktualisiert 14. Juni 2017, 11:20 Uhr
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Die Post-Tochter Streetscooter und Ford gehen eine Partnerschaft zum Bau batteriebetriebener Lieferfahrzeuge ein.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Elektroflotte der Deutschen Post bekommt Zuwachs: Der Bonner Konzern hat mit Ford eine Partnerschaft zum Bau eines größeren Elektro-Lieferwagens geschlossen. Die Produktion soll im Juli starten.

Bonn, KölnDie Deutsche Post baut ihre Modellpalette an Elektro-Transportern mit Hilfe des US-Autoriesen Ford weiter aus. Dank einer Partnerschaft mit dem Autobauer will der Bonner Konzern nun auch größere Transporter anbieten.

Die Post-Tochter Streetscooter und Ford gingen eine Partnerschaft zum Bau batteriebetriebener Lieferfahrzeuge ein, teilte die Post am Mittwoch mit. Auf Basis des Fahrgestells des Ford Transit soll ein Elektro-Transporter entstehen, der größer ist als die bisher von Streetscooter gefertigten Modelle. Die Produktion solle bereits im nächsten Monat beginnen. Bis Ende 2018 sollen dann mindestens 2500 dieser neuen Fahrzeuge bei der Post zum Einsatz kommen. Der Bonner Konzern übernehme bei Streetscooter Montage und Vertrieb der neuen Fahrzeuge, sagte ein Ford-Sprecher.

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Die Post ist mit Streetscooter zu einem führenden Hersteller von Elektro-Transportern aufgestiegen. Die Firma war 2010 als Start-up-Unternehmen aus dem Umfeld der Universität RWTH Aachen gegründet worden. In Aachen wurden dann Elektrofahrzeuge entwickelt, die speziell auf die Bedürfnisse der Zusteller der Post zugeschnitten wurden. Das entsprechende Nutzfahrzeug wurde 2012 vorgestellt, seit 2014 ist es bei der Post im Flottentest. Im Dezember 2014 hatte die Post sich dann alle Anteile der Streetscooter GmbH gesichert.

Rund 2500 der Transporter kurven für den Konzern bereits durch Deutschland. Mittelfristig will die Post ihre gesamte Brief- und Paketzustellflotte von knapp 50.000 Fahrzeugen durch Elektro-Wagen ersetzen, die mit Strom aus regenerativen Energien betrieben werden sollen. Die Fahrzeuge sollen aber auch außerhalb des Konzerns an Kunden wie Handwerker oder Kommunen verkauft werden. Der zuständige Post-Vorstand Jürgen Gerdes hatte bereits über eine rege Nachfrage berichtet.

Auch um dieser Herr zu werden, will die Post noch in diesem Jahr eine neue Fabrik eröffnen. Diese soll ebenfalls in Nordrhein-Westfalen entstehen. Die Kapazitäten zur Produktion der Elektrofahrzeuge sollen so bis Ende des Jahres von derzeit 10.000 auf bis zu 20.000 verdoppelt werden, hatte die Post bereits angekündigt. Kommendes Jahr könnten dann rund 20.000 Fahrzeuge vom Band rollen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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