Deutsche und Euro-Industrie: Mit Volldampf ins zweite Quartal

Deutsche und Euro-Industrie: Mit Volldampf ins zweite Quartal

, aktualisiert 02. Mai 2017, 11:03 Uhr
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Die ultralockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank soll einer der Gründe für die gute Auftragslage der Industrien in der Euro-Zone sein.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Industrie der Euro-Zone ist im Aufschwung: Die Betriebe produzierten im April mehr als im Vormonat. Aufträge und Jobs sollen spürbar zugenommen haben. Die Unternehmen profitieren aus unterschiedlichen Gründen.

BerlinDie Industrie in der Euro-Zone ist zum Start des Frühlingsquartals so kräftig gewachsen wie seit sechs Jahren nicht mehr. Die Betriebe sammelten im April mehr Aufträge ein, produzierten mehr und schufen mehr Jobs als im Vormonat, wie das Institut IHS Markit am Dienstag zur monatlichen Umfrage unter 3000 Unternehmen mitteilte. Der Einkaufsmanagerindex stieg um 0,5 auf 56,7 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand seit Mitte 2011. Das Barometer signalisierte mit mehr als 50 Zählern erneut Wachstum. „Die Geschäfte der Industriefirmen in der Euro-Zone liefen im April prächtig“, sagte Markit-Chefökonom Chris Williamson.

Die Unternehmen profitieren momentan von einem niedrigen Euro-Kurs sowie der anziehenden Binnen- und Exportnachfrage. Zudem sorge die laxe Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) mit rekordtiefen Zinsen für Rückenwind. Auch in Deutschland legten die Betriebe kräftig zu. „Die deutsche Industrie ist mit Volldampf ins zweite Quartal 2017 gestartet“, sagte Markit-Experte Trevor Balchin. Der Index sank zwar minimal um 0,1 auf 58,2 Punkte. Er blieb aber nur leicht unter dem Vormonatswert, der der höchste seit fast sechs Jahren war. 

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Quelle:  Handelsblatt Online
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