Deutsche Wohnen: Geschäfte laufen gut, Zukäufe werden schwieriger

Deutsche Wohnen: Geschäfte laufen gut, Zukäufe werden schwieriger

, aktualisiert 13. Mai 2016, 12:38 Uhr
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Das Unternehmen vermietet rund 160.000 Wohnungen.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Übernahmeofferte des Rivalen Vonovia hat Deutsche-Wohnen-Chef Michael Zahn erfolgreich abgewehrt. Auch die Zahlen für das erste Quartal des Jahres stimmen Aktionäre optimistisch. Doch Zahn dämpft die Erwartungen.

FrankfurtDer Kampf um die begehrtesten Wohnungsbestände in deutschen Großstädten wird nach Ansicht der Deutschen Wohnen härter. „Wir sehen eine deutliche Verschärfung im Wettbewerb“, sagte der Vorstandschef der zweitgrößten Wohnungsgesellschaft, Michael Zahn, am Freitag. Deutlich weniger Portfolien stünden zum Verkauf, und für die angebotenen Bestände würden hohe Preise aufgerufen, klagte er. „Jede Gesellschaft hat Schwierigkeiten, die Qualität zu halten und ihre Portfolien nicht zu verwässern.“

Auch der größere Rivale Vonovia hatte am Donnerstag von steigenden Preisen berichtet, sieht das Angebot aber angesichts von zwei Millionen Wohnungen in Deutschland in der Hand von Investoren noch als reichlich an.

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Von einer Blase am Wohnimmobilienmarkt kann laut Zahn trotz steigender Preise keine Rede sein. „Deutschland ist weit, weit weg von einer Blasenbildung.“ Die Entwicklung sei das Ergebnis einer steigenden Nachfrage nach Wohnungen bei einem allenfalls stagnierenden Angebot. Zudem finanzierten Investoren Wohnungen mit weit mehr Eigenkapital als vor der Finanzkrise.

Die Deutsche Wohnen hatte kürzlich eine elf Milliarden Euro schwere Übernahmeofferte von Vonovia abgewehrt. Sie hat sich auf Berlin und wenige andere Metropolen konzentriert. Zahn betonte, die Deutsche Wohnen werde nicht über ihre Kernregionen hinaus expandieren. „Ich würde nicht davon ausgehen, dass wir gar nichts zukaufen können.“ Das Hauptaugenmerk gehöre derzeit aber dem organischen Wachstum.

Im ersten Quartal ist das bereits gelungen. Das operative Ergebnis aus der Vermietung (FFO I) von 160.000 Wohnungen wuchs um 42 Prozent auf 100,6 Millionen Euro und damit weit stärker, als von Analysten erwartet. Die Mieten stiegen in den Kern-Regionen im Schnitt um 3,8 Prozent, der Leerstand sank auf 1,5 Prozent.

Das sei das „mit Abstand beste Quartalsergebnis seit drei Jahren“, sagte Zahn. Zum Jahresende soll der FFO I auf mindestens 360 Millionen Euro steigen, bekräftigte Zahn. Die Zahlen trieben die Deutsche-Wohnen-Aktie um zwei Prozent auf 27,56 Euro.

Quelle:  Handelsblatt Online
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