Wie Goldgräber Karriere machen

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Deutscher Arbeitsmarkt: Wie Goldgräber Karriere machen

, aktualisiert 02. Januar 2017, 11:57 Uhr
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Im vergangenen Jahr waren viele Jobprofile gefragt.

Quelle:Handelsblatt Online

Ein Jahr der Superlative ist vorbei. Nie waren mehr Stellen ausgeschrieben als 2016 – der Aufschwung hat alle von karriere.de analysierten Berufsfelder erfasst. Welche Chancen der Arbeitsmarkt im neuen Jahr bietet.

Die Zeichen für Jobsuchende oder Wechselwillige stehen aktuell sehr gut. Die Zahl der Stellenangebote ist seit dem Sommer stetig gestiegen und auch für das neue Jahr sieht es auf dem deutschen Arbeitsmarkt gut aus.

War der Start ins Jahr 2016 noch sehr verhalten, wurde im März mit 5.375.694 ausgeschriebenen Stellen das von karriere.de im April 2012 gemessene Allzeithoch übertroffen. Noch dazu war das Job-Angebot erstmals seit März 2015 wieder höher als die Nachfrage. Nach einer dreimonatigen Konsolidierungsphase, in der erneut ein Bewerber-Überhang zu verzeichnen war, startete der Job-Markt ab Juni einen einzigartigen Höhenflug: Bei stetig fallender Nachfrage glänzte bereits der Urlaubsmonat August mit 5.464.801 Annoncen, der „Goldene Oktober“ schließlich markierte mit 5.616.554 Stellenanzeigen das beste Job-Angebot aller Zeiten.

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Nie waren die Job-Chancen für wechselwillige Fachkräfte also besser – zumal die deutsche Wirtschaft laut Konjunkturprognose des Münchner ifo-Instituts auch 2017 zusätzliches Personal einstellen will: Der seit 2013 vorhandene robuste Aufschwung werde sich weiter fortsetzen. Ebenso zeigt der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) positive Tendenzen für das neue Jahr. Und wie es aussieht, bereiten sich zahlreiche Arbeitnehmer auf mögliche Wechsel vor.

Wie eine repräsentative Umfrage von TNS Emnid im Auftrag des Personaldienstleisters Adecco ergab, wollen 65 Prozent der Arbeitnehmer ihr Fachwissen vergrößern. Der Wunsch nach einem höheren Gehalt ist dafür nur ein Grund, eine Beförderung und ein besseres Ansehen geben für andere den Ausschlag. Der Wissensdurst der einzelnen Altersgruppen unterscheidet sich dabei deutlich: Speziell die Jüngeren (bis zum Alter von 39 Jahren) sind es, für die in Zeiten der Digitalisierung und des demographischen Wandels lebenslanges Lernen zur Selbstverständlichkeit gehört.

Der Blick auf den Gesamtmarkt:

Einzelne Berufsfelder glänzen mit gigantischen Angebots-Sprüngen.

Die Wirtschaft floriert, der Arbeitsmarkt boomt, die Beschäftigungsquoten erreichten immer neue historische Höchstwerte. Doch viele Unternehmen und die öffentliche Hand konnten ihren Bedarf an gut ausgebildeten und berufserfahrenden Fachkräften im Jahr 2016 nicht decken und suchen weiter händeringend nach Experten.

Karriere Der falsche Kult um das Scheitern

Wer Erfolg haben will, muss zuvor gescheitert sein. Die Glorifizierung des Scheiterns im Silicon Valley hat auch deutsche Personaler angesteckt. Ein gefährliches Missverständnis macht sich breit.

Die Glorifizierung des Scheiterns - ein gefährliches Missverständnis? Quelle: Getty Images

So stieg die Zahl der Annoncen seit dem letzten Jahr (Vergleichsmonat: November 2015) um starke 22,80 Prozent. Einzelne Berufsfelder und Berufsbereiche fielen mit Sonderentwicklungen auf und übertrafen die Werte des Gesamtmarktes mühelos. Das zeigen die folgenden Rankings.

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