Deutschlands größter Immobilienfinanzierer: Aareal Bank rechnet mit Gewinnrückgang

Deutschlands größter Immobilienfinanzierer: Aareal Bank rechnet mit Gewinnrückgang

, aktualisiert 23. Februar 2017, 08:37 Uhr
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Bei dem Immobilienfinanzierer sind die Aussichten für 2017 getrübt: Die Aareal Bank rechnet mit einem rückläufigen Neugeschäft von sieben bis acht Milliarden Euro.

Quelle:Handelsblatt Online

Für das Jahr 2017 rechnet Deutschlands größter Immobilienfinanzierer, Aareal Bank, mit einem rückläufigen Neugeschäft von sieben bis acht Milliarden Euro. Trotzdem sollen mehr Dividenden gezahlt werden.

FrankfurtNach einem Gewinneinbruch 2016 rechnet die Aareal Bank auch im laufenden Jahr mit einem deutlichen Rückgang. Sinkende Zinsen und ein schrumpfendes Neugeschäft dürften das Betriebsergebnis von Deutschlands größtem Immobilienfinanzierer 2017 auf 260 bis 300 Millionen Euro drücken, wie die Bank am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Schon 2016 war das Betriebsergebnis um knapp ein Viertel auf 366 (470) Millionen Euro geschrumpft, lag damit aber im Rahmen der Erwartungen. Die Ergebnisse der vergangenen beiden Jahre waren durch Sondereffekte stark verzerrt worden. Die Aktionäre sollen trotzdem eine höhere Dividende von 2,00 (2015: 1,65) Euro je Aktie erhalten.

„2017 werden wir die Schlagzahl der Transformation des Unternehmens weiter erhöhen – auch wenn damit verbundene Zukunftsinvestitionen und Strukturmaßnahmen unser Ergebnis belasten könnten“, sagte Vorstandschef Hermann Merkens. „Mittel- bis langfristig werden sich unsere Anstrengungen auszahlen.“ Er versucht die Aareal Bank durch den Ausbau des Dienstleistungs-Geschäfts weniger abhängig von den Niedrigzinsen zu machen. Der Zinsüberschuss dürfte 2017 auf 620 bis 660 Millionen Euro sinken, nachdem er bereits im vergangenen Jahr um 80 Millionen auf 701 Millionen Euro geschrumpft war. Steigende Provisionen können das nicht wettmachen.

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Für 2017 rechnet die Bank mit einem rückläufigen Neugeschäft von sieben bis acht Milliarden Euro. Im abgelaufenen Jahr waren es mit 9,2 (9,6) Milliarden Euro mehr als erwartet. Weil viele Kunden die Dauerniedrigzinsen für vorzeitige Tilgungen nutzen, wächst der Kreditbestand aber nicht entsprechend.

Unter dem Strich blieb im vergangenen Jahr ein Nettogewinn nach Anteilen Dritter von 215 Millionen Euro, ein Minus von 39 Prozent. Allerdings hatte der Kauf der Westimmo der Aareal Bank 2015 einen Buchgewinn von 150 Millionen Euro beschert. 2016 brachte der Verkauf der schwedischen Immobilienfirma Aqvatrium 61 Millionen Euro, das erfolgreiche Ende eines Rechtsstreits um die Übernahme von Corealcredit wirkte sich mit 28 Millionen Euro positiv auf das Betriebsergebnis aus.

Quelle:  Handelsblatt Online
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