Devisen: Euro stabilisiert sich nach starken Vortagesverlusten

Devisen: Euro stabilisiert sich nach starken Vortagesverlusten

, aktualisiert 14. April 2016, 19:22 Uhr
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Die Gemeinschaftswährung wurde zuletzt etwa auf dem Niveau des Vorabends gehandelt.

Quelle:Handelsblatt Online

Nach der Talfahrt kommt der Stillstand: Der Euro-Kurs hat die Verluste vom Mittwoch wieder eingeholt – auch dank der lockeren Geldpolitik der US-Notenbank Fed. Viele Anleger rechnen nicht mit einer baldigen Zinsanhebung.

FrankfurtDer Kurs des Euro hat sich am Donnerstag nach der Talfahrt vom Vortag vorerst stabilisiert. Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1267 US-Dollar gehandelt und damit etwa auf demselben Niveau wie am Vorabend. Am Dienstag hatte der Euro-Kurs noch bei 1,1465 Dollar den höchsten Stand seit einem halben Jahr erreicht. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,1252 (Mittwoch: 1,1298) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8887 (0,8851) Euro.

Aktuelle Konjunkturdaten lieferten Hinweise, die gegen eine schnelle Zinserhöhung in den USA sprechen. Im März war die Inflation in den USA schwächer als erwartet ausgefallen, was den Spielraum der Notenbank Fed für eine längere Niedrigzinsphase vergrößert. Am Vortag hatte die Aussicht auf eine weitere Zinserhöhung in den USA und eine auf absehbare Zeit weiter extrem lockere Geldpolitik in der Eurozone dem Dollar-Kurs Auftrieb gegeben und den Euro im Gegenzug belastet.

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Aus den Reihen der amerikanischen Währungshüter hatte sich zuletzt der Präsident der regionalen Notenbank von Atlanta, Dennis Lockhart, gegen eine schnelle Fortsetzung der Zinswende ausgesprochen. „Nach dem, was ich zuletzt beobachtet habe, spreche ich mich nicht mehr für einen Zinsschritt im April aus“, sagte Lockhart in einem Interview mit Bloomberg-TV und begründete seinen Sinneswandel mit der weiter vergleichsweise schwachen Inflation in den USA. Auch die Fed-Vorsitzende Janet Yellen hatte sich zuletzt mehrfach für ein vorsichtiges Vorgehen bei Zinserhöhungen ausgesprochen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,79560 (0,79388) britische Pfund, 123,09 (123,47) japanische Yen und 1,0878 (1,0887) Schweizer Franken fest. Ein Kilogramm Gold kostete 34.810,00 (34.770,00) Euro. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1233,85 (1245,75) Dollar gefixt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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