Devisen: Euro steigt über 1,14 Dollar

Devisen: Euro steigt über 1,14 Dollar

, aktualisiert 12. April 2016, 11:01 Uhr
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Aussagen führender Währungshüter bei der EZB und der Fed sorgen heute für Bewegungen bei den Währungen.

Quelle:Handelsblatt Online

EZB-Ratsmitglied Francois Villeroy de Galhau sorgt für Bewegung beim Euro. Er verteidigt den Kurs der Zentralbank. Für weitere Impulse könnte die Fed sorgen. Es werden Aussagen von ranghohen Fed-Mitgliedern erwartet.

Frankfurt/MainDer Euro nimmt am Dienstag Kurs auf die Marke 1,15 Dollar. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete am Vormittag 1,1452 Dollar und damit 0,4 Prozent mehr als am Vortag. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,1390 (Freitag: 1,1363) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8780 (0,8800) Euro.

Für Bewegung an den Devisenmärkten haben Aussagen des Ratsmitglieds der Europäischen Zentralbank, Francois Villeroy de Galhau, gesorgt. Er hat die extrem lockere Geldpolitik der Notenbank verteidigt. Die derzeit niedrigen Leitzinsen in der Eurozone stünden im Einklang mit dem Mandat der Preisstabilität, sagte der französische Notenbankchef am Dienstag in einem Radiointerview. Nach Einschätzung von Villeroy de Galhau gebe es trotz der immensen Geldschwemme in der Eurozone nach wie vor keine Anzeichen für die Bildung von gefährlichen Preisblasen an den Finanzmärkten.

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Die Aussagen erfolgten, nachdem es aus Deutschland zuletzt heftige Kritik an der Geldpolitik der EZB gegeben hatte. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) kündigte an, beim Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) Ende der Woche für ein Ende der Niedrigzinsphase werben zu wollen. Auf der März-Sitzung hatte die EZB den Leitzins auf Null gesenkt und das Volumen des Kaufprogramms von Wertpapieren zur Ankurbelung der Inflation ab April um 20 Milliarden Euro pro Monat auf 80 Milliarden Euro ausgeweitet.

Für weitere Impulse könnten im Tagesverlauf die Fed-Mitglieder Patrick Harker, John Williams und Jeffrey Lacker sorgen, die sich zur Lage der US-Wirtschaft äußern werden. Aus den Aussagen können Devisenhändler Rückschlüsse über die Geldpolitik der US-Notenbank ziehen, über die seit Wochen Unklarheit herrscht.

Weniger relevant war hingegen die zweite Schätzung zur Verbraucherpreis-Entwicklung in Deutschland, die nicht von der Erstschätzung abwich. Die Inflationsrate zog im März laut Statistischem Bundesamt leicht an und lag bei 0,3 Prozent.

Quelle:  Handelsblatt Online
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