Die Chef-Beraterin: Die fünf größten Sonnenbrillen-Sünden

Die Chef-Beraterin: Die fünf größten Sonnenbrillen-Sünden

, aktualisiert 24. Mai 2017, 14:47 Uhr
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Sabina Wachtel schreibt jeden Mittwoch ihre Berater-Kolumne auf Handelsblatt Online. Sie ist Inhaberin von ExpertExecutive.

von Sabina WachtelQuelle:Handelsblatt Online

Kurzärmelige Hemden haben viele Männer mittlerweile aus ihrem Kleiderschrank verbannt. Jetzt gilt es, die richtige Sonnenbrille für den Sommer zu finden. Doch bei der Auswahl können sich viele Probleme auftun.

„Ob bei der Bundestagswahl oder bei der Wahl der Sonnenbrille – im Großen wie im Kleinen: Der Mann versagt dort, wo die Frau triumphiert.“ Das Zitat ist nicht von mir. Das schrieb Jan Hammer bereits 2007. Ich könnte ihn dafür küssen. Denn es ist also auch schon anderen aufgefallen – und auch den Männern selbst. Frauen, und da bin ich jetzt mal ganz objektiv, haben definitiv ein besseres Händchen für die richtige Brille. Weil wir auf Karl hören, der da sagt: „die Sonnenbrille ist mein mobiler Lidschatten. Durch sie sieht alles ein bisschen jünger und schöner aus.“ Wo er Recht hat, hat er Recht.

Liebe Männer, jetzt haben wir es doch schon fast geschafft, auf die kurzärmeligen Hemden im Sommer zu verzichten. Jetzt bekommen wir das mit der richtigen Sonnenbrille auch noch hin. Sonnenbrillen sind, nicht nur für Frauen wie eine Art Lidschatten. Die Sonnenbrille ist das Accessoire für Männer von Welt.

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Die Sonnenbrille muss lässig und cool sein. Unaufgeregt und mit Stil. Gerade im Business: Weg mit der zu kleinen Brille, weg mit den Billigbrillen und den Gestellen, die vor 20 Jahren vielleicht mal ihre Glanzzeit hatten.

Können Sie sich Geheimagenten, Piloten, Rockstars oder Ganovenbosse ohne Sonnenbrille oder gar mit dem falschen Gestell vorstellen? Nein! Das geht gar nicht.

Dennoch gibt’s da scheinbar das eine oder andere Problemchen mit diesem Teilchen. Hier sind die fünf größten No-Gos:

  1. Sportbrillen gehören aufs Rad oder meinetwegen auch auf den Achttausender, aber definitiv nicht zum Anzug. Noch nicht mal heimlich.

  2. Pflegen Sie Ihre Sonnenbrille – nichts ist unappetitlicher als verschmierte Brillengläser. Nehmen Sie die Sonnenbrille ab, wenn Sie ein Gebäude betreten, und nehmen Sie Ihre Sonnenbrille auch immer dann ab, wenn Sie Menschen gegenübertreten, insbesondere bei Erstkontakten und bei der Begrüßung.

  3. Spiegelbrillen verbieten sich im Business (es sei denn, Sie gehören zu einer der oben genannte Berufsgruppen).

  4. Sie müssen mit Sonnenbrille besser aussehen als ohne, sonst haben Sie die falsche Brille.

  5. Und gewöhnen Sie sich diese Albernheit ab, die Brille im Haar zu lassen – sofern Sie älter als 17 Jahre sind.

Nun höre ich von Männern oft, sie wüssten gar nicht was ihnen so steht und was sie im Business tragen können und was nicht. Da kann ich nur sagen: Es gibt nur eine, die immer geht. Das ist die schärfste Sonnenbrille unter der Sonne (und ich bin kein Tom- Cruise-Fan), die an Lässigkeit einfach nicht zu überbieten ist und zwar für Freizeit und im Business gleichermaßen geeignet ist. Das ist und bleibt immer noch die Pilotenbrille. Genauer gesagt die Aviator von Ray Ban. Bausch & Lomb entwickelte diese Brille 1936 für Piloten, eine Art Arbeitsschutzbrille. Nach und nach wurde sie zum Klassiker, verglichen mit dem Damensmoking von Yves Saint Laurent, dem Trenchcoat von Burberry oder der Birkin Bag von Hermes.

Die Aviator ist eine für alle. Als Kalle Schwensen, eine Kiezgröße mit Rang und Name, 1996 angeschossen wurde, ließ er es sich nicht nehmen, sich als Mister Cool noch auf der Rettungsbahre fotografieren zu lassen. Mit Victory-Zeichen und…. Was noch natürlich? Mit Pilotenbrille.

Quelle:  Handelsblatt Online
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