Die Chef-Beraterin: Kleiden Sie sich für den guten Eindruck!

Die Chef-Beraterin: Kleiden Sie sich für den guten Eindruck!

, aktualisiert 24. Februar 2016, 11:14 Uhr
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Sabina Wachtel schreibt jeden Mittwoch ihre Berater-Kolumne auf Handelsblatt Online. Sie ist Inhaberin von ExpertExecutive.

Quelle:Handelsblatt Online

Muss der Chef immer der bestangezogene Mensch im Raum sein? Und was ist, wenn er es gerade nicht ist, sondern schuldrig herumläuft? Da lauern einige Fallstricke für den modebewussten Angestellten.

Was verlangt der Corporate-Dresscode von Ihnen, wenn Ihr Vorgesetzter in ungeputzten, abgelaufenen Schuhen, ungebügelter Hose und schlabberigem Hemd vor Ihnen steht? Mitmachen? Kündigen? Die guten Anzüge wegschmeißen?

Stellen Sie sich nur einmal die Szene vor: Meeting mit dem neuen Großauftraggeber. Es erscheint eine mehrköpfige Delegation, Sie und Ihr Chef empfangen im großen Konferenzraum. Sie: selbstverständlich im gut geschnittenen Zwirn, weißes Hemd, polierte, rahmengenähte Schuhe aus schwarzem Glattleder, Gürtel dazu passend, edle Krawatte, weißes Einstecktuch.

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Ihr Chef: Schlabber von oben bis unten (sprich: schlechtsitzender Anzug), abgelatschte Schuhe, herausgewachsener Haarschnitt, allenfalls vorgestern rasiert, alles in allem: nachlässig gekleidet. Nun. Die Damen und Herren, die Sie gemeinsam zum Empfang geladen haben, werden zweifelsohne große Schwierigkeiten haben, die Rollen während des Gesprächs richtig zuzuordnen. Das geht gar nicht!

Was aber ist zu tun, wenn Sie vermeiden wollen, dass einer denkt, Sie wollten dem Chef den Rang ablaufen? Die Kunst ist es, wie so oft, an den Details zu feilen. Im beschriebenen Extremfall dürfte sich das vielleicht schwierig gestalten – ganz so arg kommt es aber zum Glück ja auch nicht oft. Vielleicht ist es schon damit getan, auf das Einstecktuch und Manschettenknöpfe zu verzichten.


Sie kleiden sich für die Position, die sie erreichen wollen

Auch ein hellblaues Hemd statt eines blütenweißen ist manchmal ein kleiner „Downgrade“, das Ihrer Erscheinung keinen Abbruch tut; und ein anthrazitfarbener Anzug wirkt manchmal weniger sophisticated als ein dunkelblauer. Dafür müssen Sie weder auf die Maßkonfektion verzichten noch auf regelmäßige Besuche beim Friseur. An den Schuhen spart man übrigens niemals!

Auch umgekehrt wird übrigens ein Schuh daraus: Ist Ihr Chef stets formvollendet gekleidet, immer ein bisschen „Mehr“ als es der Anlass erfordert? Sie müssen nicht auf gleichem Niveau mithalten. Es reicht völlig, wenn Sie auf einige wesentliche Details achten: hochwertige Schuhe, gut geschnittener Anzug, kein Schnickschnack.

Im Übrigen rate ich immer im Kopf zu behalten: Sie kleiden sich für die Position, die Sie erreichen wollen, nicht für die, die Sie schon haben. Denn merke: Es sind immer die anderen, die den Eindruck gewinnen.

Und entgegen landläufiger Meinung sehen die anderen auch, ob Sie gut gekleidet sind, selbst wenn sie selbst hoffnungslos nachlässig gekleidet sind.

Sabina Wachtel berät Manager. Sie ist Inhaberin von ExpertExecutive mit den Labels ManagerOutfit.de und 55dresscodeberater.de. Außerdem ist sie Autorin.

Quelle:  Handelsblatt Online
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