Die Chef-Beraterin: Warum ein gutes Outfit immer wichtig ist

Die Chef-Beraterin: Warum ein gutes Outfit immer wichtig ist

, aktualisiert 01. März 2017, 16:29 Uhr
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Sabina Wachtel schreibt jeden Mittwoch ihre Berater-Kolumne auf Handelsblatt Online. Sie ist Inhaberin von ExpertExecutive.

Quelle:Handelsblatt Online

Es lohnt sich in jeder Situation, auf seine äußere Erscheinung und Outfit Mühe zu verwenden. Denn wer beruflich und privat einen Eindruck hinterlassen will, hält sein Level – auch, wenn es der Dresscode nicht verlangt.

Im Editorial der aktuellen „Instyle“ beschreibt die Chefredakteurin Kerstin Weng ein eigentlich beiläufiges Wiedersehen mit einem alten Bekannten: „Wie das so ist mit Leuten, die man lange nicht gesehen hat, fängt man an, in der Nostalgie zu wühlen“ schreibt sie, „Irgendwann landeten wir beim Kennenlernabend.“ Man schwelgt also ein wenig in Erinnerung an die Geburtstagsfeier damals, nette Leute, kleiner Rahmen, ein lockerer Abend. Der Bekannte: „Ja! Und Du hattest ein grünes Kleid mit Glitzer an!“

Warum fällt mir das überhaupt auf? Nun. Wenn es in der Einladung heißt „come as you are“, alles ganz ungezwungen, dann kehrt doch so mancher gleich sein Schlechtestes nach außen. Das geht gar nicht!

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Stellen Sie sich vor, Frau Weng hätte sich an dem Tag keine Mühe mit dem Outfit gemacht. Meinen Sie, der Bekannte hätte dann gesagt: „Hattest du damals nicht das verwaschene Sweatshirt mit dem kleinen Loch am ausgeleierten Kragen an?“ Wohl kaum. Kerstin Weng ist nicht umsonst eine Frau, die in Erinnerung bleibt. Wer einen Eindruck hinterlassen will (und wer will das nicht!), hält sein Level auch, wenn es der Dresscode nicht unbedingt verlangt. Genau das ist es.

Ja, ich finde das schön. Wer sich Mühe mit seinem Outfit gemacht hat, obwohl es „nur ein ungezwungenes Zusammenkommen bei Freunden zu Hause war“, zeigt seinen Respekt – und übrigens auch seine Selbstachtung. Mit einem stimmigen Outfit, mit dem Eyecatcher an der richtigen Stelle lassen Sie jeden wissen: Ich bin es mir wert, jederzeit mein bestes Ich zu zeigen.

Viele werden jetzt sagen, dass es oberflächlich sei, sich darüber überhaupt Gedanken zu machen. Ja, noch mehr sagen bestimmt, dass es wohl interessanteres gibt, als mit einem Kleid oder einem Anzug in Erinnerung zu bleiben. Ja. Natürlich. Hirn, Verstand und Herz schließen gute Kleidung nicht aus. Aber irgendwie ist es doch auch schön, jemandem so jahrelang in Erinnerung zu bleiben.

Abgesehen davon finde ich ja, dass unser Leben schon hart genug ist. Und wie der Musiker Brian Ferry sagte: „Warum soll man sich den Tag mit einem schlechten Anzug versauen?“ Ich jedenfalls würde mich freuen, wenn jemand nach Jahren zu mir sagen würde: „Ich weiß noch, damals bei der Präsentation, als wir uns kennenlernten. Da kamst Du mit einem Wahnsinns-Mantel zur Tür rein!“ Ob ich damals den Pitch gewonnen oder verloren habe – danach kräht doch dann kein Hahn mehr.

Sabina Wachtel berät Manager. Sie ist Inhaberin von ExpertExecutive mit den Labels ManagerOutfit.de und MEMBER OF THE 55. Außerdem ist sie Autorin.

Quelle:  Handelsblatt Online
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