Die Chef-Beraterin: Wer krank ist, ist krank!

Die Chef-Beraterin: Wer krank ist, ist krank!

, aktualisiert 08. Juni 2016, 19:43 Uhr
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Sabina Wachtel schreibt jeden Mittwoch ihre Berater-Kolumne auf Handelsblatt Online. Sie ist Inhaberin von ExpertExecutive.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Chefberaterin hat es erwischt, und zwar richtig. Die Grippe. Da helfen auch keine Durchhalteparolen und guten Vorsätze. Trotzdem hält sie sich, wie so viele, noch ein bisschen aufrecht. Das geht gar nicht!

Eigentlich wollte ich heute in meiner Kolumne darüber schreiben, wie man seinen Chef oder seine Chefin um den Finger wickelt. Stattdessen sitze ich zuhause und mache mir Wadenwickel. Es fühlt sich ungefähr so an, als ob ich zwei Köpfe auf dem Hals sitzen hätte, jeder Knochen tut mir weh – kurz: Mich hat die Grippe erwischt. Und zwar richtig.

Es ist nicht so, dass ich so vor mich hinschniefe und dabei ein bisschen bemitleidenswert gucke oder dass ich ab und an unterdrückt hüsteln würde, weil ich niemanden stören will. Und ich habe mich auch nicht mit Tablet, Smartphone und einer Tasse Tee in meiner Homewear auf die Couch gekuschelt. Es. Geht. Mir. Einfach. Schlecht. So sieht das aus.

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Hitzewallungen und Schüttelfrost wechseln sich ab, aber nicht in irgendeinem Rhythmus, auf den ich mich vorbereiten könnte. Ich würde auch mal einen Tee trinken, aber die Wadenwickel haben mich so angestrengt, dass nicht abzusehen ist, wann ich wieder aufstehen kann. Meine Augen bleiben nur auf, wenn ich die Lider mit Streichhölzern festklemme. Diesen Trick habe ich mir in einem Zeichentrickfilm abgeschaut, zu mehr reicht meine Aufnahmefähigkeit leider nicht.

Nun könnte ich in der Redaktion anrufen und sagen: Morgen keine Kolumne, die Chefberaterin ist krank. Könnte ich. Tue ich aber nicht. Der Mensch ist komisch. Für andere immer einen guten Rat in der Tasche. Aber wenn es einen selbst erwischt, geht immer noch was.


Machen Sie es besser als ich

Das bisschen Schnupfen haut mich doch nicht um. Noch eben dies erledigen, das zu Ende bringen – zum Ausruhen hab ich doch am Wochenende genug Zeit.

Das Meeting muss ich doch nicht absagen, ich geh einfach heute mal ein bisschen früher schlafen, dann bin ich morgen wieder fit. Mit solchen und ähnlichen Durchhalteparolen hält man sich eine Weile aufrecht – bis es eben nicht mehr geht. Und dann liegt man erst richtig flach. Das geht gar nicht!

Machen Sie es besser als ich. Wenn Sie krank sind, dann sind sie krank und ruhen sich aus. Und warten Sie nicht, bis gar nichts mehr geht. Bringt nix. Glauben Sie mir. Ich mach mir jetzt frische Wadenwickel.

Sabina Wachtel berät Manager. Sie ist Inhaberin von ExpertExecutive mit den Labels ManagerOutfit.de und 55dresscodeberater.de. Außerdem ist sie Autorin.

Quelle:  Handelsblatt Online
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