Diskussion um die Geldpolitik: Bundesbank für Ausstieg aus EZB-Anleihekäufen

Diskussion um die Geldpolitik: Bundesbank für Ausstieg aus EZB-Anleihekäufen

, aktualisiert 05. April 2017, 14:52 Uhr
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Der Präsident der Bundesbank ist gegen eine zu lockere Geldpolitik.

Quelle:Handelsblatt Online

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann hat sich für einen baldigen Ausstieg aus den Staatsanleihekäufen der Europäischen Zenralbank (EZB) ausgesprochen. Die Wirtschaftslage im Euro-Währungsraum sei dafür gut genug.

Frankfurt„Der Zeitpunkt, den Fuß nicht mehr durchgedrückt auf dem Gaspedal zu lassen, sondern ihn leicht anzuheben, (…) nähert sich aus meiner Sicht“, sagte Weidmann in einem am Mittwoch vorab veröffentlichten Interview der Wochenzeitung „Die Zeit“. Wenn es in einem Jahr keine Anleihekäufe mehr gäbe, würde er das begrüßen.

Mit den Käufen wollen die Währungshüter um EZB-Präsident Mario Draghi die Konjunktur stützen und die Teuerung im Euro-Raum anheizen. Das Gesamtprogramm soll noch bis Ende Dezember dieses Jahres laufen und einschließlich anderer Wertpapierkäufe ein Volumen von 2,28 Billionen Euro erreichen.

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Die Wirtschaftslage im Währungsgebiet sei inzwischen gut, sagte Weidmann. „Nach allem, was wir derzeit wissen, ist der wirtschaftliche Aufschwung im Euro-Raum robust und wird sich fortsetzen.“ Damit werde auch der Preisdruck zunehmen. Eine gefährliche Preisspirale nach unten – Deflation genannt – habe er schon in der Vergangenheit für unwahrscheinlich gehalten. „Angesichts der positiven Aussichten für die Konjunktur ist sie jetzt noch unwahrscheinlicher.“

Im März lag die Inflation im Euro-Raum bei 1,5 Prozent. Die EZB strebt als idealen Wert für die Wirtschaft knapp unter zwei Prozent Teuerung an.

Quelle:  Handelsblatt Online
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