Donald Trump : Tägliche CIA-Lageberichte? Überflüssig!

Donald Trump : Tägliche CIA-Lageberichte? Überflüssig!

, aktualisiert 12. Dezember 2016, 04:14 Uhr
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„Ich bin eine kluge Person“: Donald Trump in einem Interview

Quelle:Handelsblatt Online

Der US-Präsident wird täglich vom Geheimdienst gebrieft - seit Jahrzehnten ein Informationsritual im Weißen Haus. Donald Trump findet das übertrieben. Und auch sonst ist er gerade nicht gut auf den CIA zu sprechen.

New YorkDer künftige US-Präsident Donald Trump hat kein Interesse an täglichen Lagemitteilungen der Geheimdienste. „Ich werde sie bekommen, wenn ich sie brauche“, sagte er in einem Interview des US-Fernsehsenders Fox News. Per Twitter wies er zudem CIA-Einschätzung über russische Versuche als „lächerlich“ zurück, mit Hackern zu seinen Gunsten Einfluss auf den Wahlausgang zu nehmen.

Beides lief auf eine noch nie da gewesene öffentliche Zurechtweisung des riesigen Geheimdienstapparats der USA hinaus. Die täglichen Geheimdienst-Briefings des Präsidenten finden bisher unter strengster Geheimhaltung statt. Trump erklärte nun, er wolle es der Entscheidung seiner Unterrichter überlassen, ob eine Entwicklung wichtig genug sei, um ihn darüber zu informieren. „Ich bin eine kluge Person“, erklärte er. „Man muss mir nicht jeden Tag dieselbe Sache in denselben Worten die nächsten acht Jahre vortragen.“

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Trumps künftiger Stabschef im Weißen Haus, Reince Priebus, wischte den Verdacht russischer Einflussnahmen auf die Wahl zurück. „Die Russen haben (Hillary) Clinton nicht gesagt, sie solle Wisconsin und Michigan ignorieren“, sagte er dem Fernsehsender ABC. Trump gewann gegen die Vorhersagen diese beiden Staaten. „Trumps Sieg hatte nichts mit den Russen zu tun“, sagte Priebus.

Die CIA-Einschätzung über russische Hacker im Präsidentenwahlkampf alarmierte aber ranghohe Kongressmitglieder. Der republikanische Vorsitzende des Streitkräfteausschusses des Senats, John McCain, kündigte eine Untersuchung an. Damit wolle er Senator Lindsay Graham, einen entschiedenen Trump-Kritiker, beauftragen.

Zudem kritisierte McCain den als künftigen US-Außenminister gehandelten Rex Tillerson, derzeit Chef des Ölkonzerns Exxon Mobil. „Vielleicht sind die Verbindungen (nach Moskau) rein kommerziell. (...) Aber es sollte definitiv ein Anlass zur Sorge sein“, sagte er dem TV-Sender CBS. Auch der republikanische Ex-Präsidentschaftskandidat Marco Rubio klagte über die mögliche Personalie: „Ein Freund Wladimir (Putins) zu sein, ist keine Eigenschaft, die ich mir von einem Außenminister erhoffe.“

Exxon hat seine Geschäfte in Russland beständig ausgebaut, während sich andere Ölkonzerne in dem Land mit immer neuen Vorschriften auseinandersetzen müssen oder gar enteignet wurden. 2013 überreichte der russische Präsident Wladimir Putin Tillerson eine Auszeichnung der Freundschaft.

Der designierte US-Präsident Trump hingegen befürwortet Tillersons Verbindungen nach Russland. Im Interview mit dem TV-Sender Fox News sagte er am Sonntag, der Exxon-Chef sei ein Akteur von Weltklasse. Er kenne viele andere Entscheider und schließe in Russland große Verträge ab. Trump bestätigte, im Rennen um den Spitzenposten des US-Außenamt seien weiterhin auch Bob Corker, der Vorsitzende im außenpolitischen Ausschuss des Senats, sowie Mitt Romney, Trumps früherer republikanischer Rivale im US-Wahlkampf.

Quelle:  Handelsblatt Online
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