Draghi stellt neuen 50-Euro-Schein vor: „Bargeld nach wie vor unerlässlich für unsere Wirtschaft“

Draghi stellt neuen 50-Euro-Schein vor: „Bargeld nach wie vor unerlässlich für unsere Wirtschaft“

, aktualisiert 04. April 2017, 19:28 Uhr
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„Selbst im digitalen Zeitalter ist Bargeld nach wie vor unerlässlich für unsere Wirtschaft.“

Quelle:Handelsblatt Online

EZB-Chef Mario Draghi hat den 50-Euro-Schein präsentiert, der ab dem heutigen Dienstag in Umlauf geht. Die Banknote soll mit neuen Sicherheitsmerkmalen Fälschern das Handwerk erschweren.

FrankfurtEigentlich ging es nur um einen neuen 50-Euro-Schein. Doch für EZB-Präsident Mario Draghi steht mehr dahinter. Die gemeinsame Währung sei für die Bürger des Euro-Raums nach Demokratie und Freiheit das wichtigste Element der europäischen Identität, sagte er bei der Präsentation der neuen Banknote am Dienstag in Frankfurt. Bargeld sei immer noch das wichtigste Zahlungsmittel im Euro-Raum. „Selbst im digitalen Zeitalter ist Bargeld nach wie vor unerlässlich für unsere Wirtschaft“, sagte Draghi.

Der neue 50-Euro-Schein, den Draghi vorstellte, soll Fälschern das Anfertigen von Blüten erschweren. Etwa drei Viertel aller Einkäufe im Währungsraum würden einer Umfrage zufolge nach wie vor bar bezahlt. Der 50-Euro-Schein ist gemessen an der Anzahl die wichtigste Euro-Banknote. Rund 46 Prozent der Euro-Scheine sind Fünfziger.

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Zu den neuen Sicherheitsmerkmalen zählt etwa ein Porträt-Fenster, das durchsichtig wird, wenn man die Banknote gegen das Licht hält. Der Vorgängerschein wurde vor mehr als 20 Jahren entwickelt. Auf ihn entfielen im vorigen Jahr in Deutschland die meisten Fälschungen: Rund 60 Prozent aller aufgegriffenen Blüten waren falsche Fünfziger. Zunächst wurden etwa 5,4 Milliarden neue Scheine produziert – die Bundesbank hat davon etwa 2,3 Milliarden drucken lassen. Nach dem Fünfer, Zehner und Zwanziger ist jetzt mit dem Fünfzig-Euro-Schein bereits die vierte Banknote der neuen sogenannten „Europa-Serie“ im Umlauf. Neue 100- und 200-Euro-Scheine sollen Anfang 2019 kommen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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