Drei Millionen Dollar: Breakthrough-Preis für Gravitationswellen-Nachweis

Drei Millionen Dollar: Breakthrough-Preis für Gravitationswellen-Nachweis

, aktualisiert 04. Mai 2016, 09:33 Uhr
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Der direkte Nachweis von Gravitationswellen gilt als eine der größten Forschungsleistungen der vergangenen Jahrzehnte.

Quelle:Handelsblatt Online

Drei Millionen Dollar für einen aufsehenerregenden wissenschaftlichen Durchbruch: Der Breakthrough-Preis für Physik zeichnet in diesem Jahr die Forscher aus, denen der Nachweis von Gravitationswellen gelungen ist.

New YorkFür den direkten Nachweis von Gravitationswellen erhalten die Entdecker den mit drei Millionen Dollar (2,6 Mio Euro) dotierten Breakthrough-Preis für Physik. Die drei Gründer des US-Spezialobservatoriums Ligo sollten insgesamt eine Millionen Dollar bekommen, die gut 1000 beteiligten Wissenschaftler zusammen zwei Millionen Dollar, teilte die Stiftung des russischen Unternehmers Juri Milner mit.

Das Ligo hatte die Signatur zweier verschmelzender Schwarzer Löcher aufgefangen und mit ihrer Hilfe eine 100 Jahre alte Vorhersage Albert Einsteins bestätigt. Mit ihrer Entdeckung hatten die Forscher im Februar weltweit Aufsehen erregt.

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Astrophysiker Stephen Hawking, der den Preis 2013 gewonnen hatte, sprach von einer gewaltigen Entdeckung: „Erstens als Beleg für die allgemeine Relativitätstheorie und ihre Vorhersagen von Wechselwirkungen Schwarzer Löcher und zweitens als Beginn einer neuen Astronomie, die das Universum durch ein anderes Mittel zum Vorschein bringen wird.“

„Die kreativen Kräfte eines einzigartigen Genies, vieler großartiger Forscher und dem Universum selbst sind zusammengekommen, um eine perfekte Wissenschafts-Geschichte zu bilden“, sagte Milner, der den Preis für bahnbrechende Forschungen im Bereich der Physik vor vier Jahren ins Leben gerufen hatte.

Gravitationswellen entstehen, wenn sehr massereiche Objekte wie etwa Schwarze Löcher beschleunigt werden. Die Gravitationswellen breiten sich in alle Richtungen aus und verbiegen den Raum, ähnlich wie ein ins Wasser geworfener Stein die Oberfläche. Forscher können die Gravitationswellen als Informationsquelle aus dem All nutzen und hoffen damit auf völlig neue Entdeckungen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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