DVB-Kapitaldecke dünnt aus: Flaute in der Schifffahrt macht Transportfinanzierer immer mehr zu schaffen

DVB-Kapitaldecke dünnt aus: Flaute in der Schifffahrt macht Transportfinanzierer immer mehr zu schaffen

, aktualisiert 11. August 2016, 16:51 Uhr
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Die NordLB verabschiedete sich kürzlich von der Vorstellung, die Schiffskrise sei rasch wieder vorbei. Das muss nun auch die DVB Bank merken.

Quelle:Handelsblatt Online

Minus 3,7 Prozent: Wegen der Schiffskrise schmilzt die harte Kernkapitalquote des Transportfinanzierers DVB Bank immer weiter zusammen. Eine Erholung des Schiffstransport-Marktes ist jedoch nicht in SIcht.

FrankfurtDie anhaltende Krise in der Schifffahrt nagt an der Kapitaldecke des Transportfinanzierers DVB Bank. Die wachsenden Risiken, die in den Schiffskrediten der DZ-Bank-Tochter stecken, ließen ihre harte Kernkapitalquote in den ersten sechs Monaten auf 12,6 von 16,3 Prozent schrumpfen, wie die DVB Bank am Donnerstag in Frankfurt einräumte. Je größer die Risiken in der Bilanz eingeschätzt werden, desto mehr Kapital müssen Banken dafür vorhalten. Die DVB Bank hat ihre Rückstellungen für faule Kredite im ersten Halbjahr auf 83,4 (2015: 39,7) Millionen Euro fast verdoppelt.

Allein 167 (49) Millionen Euro Risikovorsorge kamen für den Altbestand an Schiffskrediten sowie für Finanzierungen von Öl-Plattformen hinzu, die unter dem niedrigen Ölpreis leiden. 96 Millionen Euro Rückstellungen für andere Schiffsfinanzierungen wurden zugleich aufgelöst. Die Hoffnung auf eine sinkende Risikovorsorge hat die DVB Bank aber aufgegeben: „Angesichts der anhaltenden Herausforderungen an den Schifffahrts- und Offshore-Märkten verkennt die DVB Bank nicht, dass die Risikovorsorge weiter erhöht bleiben wird“, sagte Vorstandschef Ralf Bedranowsky. Auch die NordLB hatte sich zuletzt von der Vorstellung verabschiedet, dass die Schiffskrise rasch zu Ende gehen könnte.

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Der Konzerngewinn der DVB soll 2016 aber wenigstens in die Nähe des Vorjahresergebnisses von 45,6 Millionen Euro kommen, wie Bedranowsky sagte. Im ersten Halbjahr war es auf 10,6 (62,5) Millionen eingebrochen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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