DZ Bank und WGZ Bank: Mit einem Milliardengewinn in die Fusion

DZ Bank und WGZ Bank: Mit einem Milliardengewinn in die Fusion

, aktualisiert 01. März 2016, 10:27 Uhr
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Durch die Fusion mit der WGZ Bank entsteht ein Top-3-Geldhaus in Deutschland.

Quelle:Handelsblatt Online

Im August will die DZ Bank den Zusammenschluss mit der kleineren WGZ Bank abschließen. Den Mitarbeitern wird die Fusion mit Kündigungsschutz erleichtert – ein Milliardengewinn macht es leicht, großzügig zu sein.

FrankfurtDie DZ Bank hat 2015 wie erwartet nicht an den Rekordgewinn des Vorjahres anknüpfen können. Das Vorsteuerergebnis ging um 14 Prozent zurück auf 2,45 Milliarden Euro, wie das genossenschaftliche Spitzeninstitut am Dienstag mitteilte. Vorstandschef Wolfgang Kirsch zeigte sich dennoch zufrieden. „Mit unserer hohen inneren Ertragskraft und günstigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben wir abermals einen Jahresabschluss oberhalb unserer Erwartungen erreicht“, erklärte er.

Weil die heimische Wirtschaft boomt, ging die Risikovorsorge erneut zurück. Hinzu kamen Wertaufholungen in Staatsanleihebeständen, wenn auch in geringerem Maße als in den Vorjahren. Das Konzernergebnis nach Steuern lag bei 1,8 (2014: 2,16) Milliarden Euro. Die Dividende soll leicht auf 16 (15) Cent je Aktie steigen.

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Im November hatten die DZ Bank und ihr kleineres Schwesterinstitut WGZ einen neuen Anlauf für eine Fusion vereinbart. Bis zum August soll die genossenschaftliche Zentralbank startklar sein. Kirsch erklärte, das Vorhaben gehe „zügig voran“. Die Spitzeninstitute der gut 1000 deutschen Volks- und Raiffeisenbanken wollen durch ihren Zusammenschluss pro Jahr mindestens 100 Millionen Euro einsparen. Das geht nicht ohne Einschnitte in der Belegschaft einher: Bis 2019 werden bei beiden Geldhäusern voraussichtlich 700 Stellen für Vollzeitkräfte wegfallen, wie es unlängst in einem Brief an die Mitarbeiter hieß. Das entspricht etwa zwölf Prozent aller Arbeitsplätze.

Beim Stellenabbau werden die Häuser auf Abfindungen und freiwillige Abgänge setzen müssen. Denn nach Informationen des Handelsblatts hat die DZ Bank einem Kündigungsschutz bis Ende 2020 zugestimmt. Der Vorstand der DZ Bank habe die Einigung bereits offiziell abgesegnet, der Gesamtbetriebsrat der Bank dürfte an diesem Dienstag nachziehen, ist zu hören. Auch für die WGZ Bank ist demnach der Abschluss einer ähnlichen Übereinkunft noch in dieser Woche geplant.

Quelle:  Handelsblatt Online
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