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Economy, Business & Finance: Aktien Frankfurt: Leichte Verluste - ifo-Geschäftsklima stützt nur kurzfristig

Quelle: dpa

Die gute Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat den Dax am Donnerstag nur kurzfristig gestützt. Nach moderaten Gewinnen in Folge des überraschend starken Anstiegs beim ifo-Geschäftsklimaindex drehte der deutsche Leitindex am Mittag in die Verlustzone. Das Börsenbarometer stand zuletzt mit 0,32 Prozent im Minus bei 6.822,08 Punkten. Der TecDax verlor 0,43 Prozent auf 774,15 Zähler. Der MDax stieg dagegen um 0,13 Prozent auf 10.393,21,03 Punkte.

FRANKFURTMarktstratege Robert Halver von der Baader Bank sieht in den Verlusten vor allem "eine technische Korrektur". Fehlende Anschlusskäufe nach den positiven ifo-Daten seien der Auslöser gewesen. Dass die EU-Kommission 2012 eine Rezession im Euroraum erwartet, sei zwar nicht überraschend, dürfte aber negative Impulse geliefert haben. Händler führten als Grund zudem Spekulationen über ein großes Verkaufsprogramm für europäische Aktien an sowie Sorgen um eine mögliche Abstufung der Kreditwürdigkeit Portugals. Der unerwartet kräftige Anstieg des ifo-Geschäftsklimas deute darauf hin, dass sich die deutsche Wirtschaft früher und stärker als erwartet erholen und Deutschland im Jahr 2012 um eine Rezession herumkommen werde, sagte Markus Huber, Aktienhändler bei ETX Capital. Ähnlich sehen das die Experten der NordLB: "Nach einem holprigen Jahresauftakt spricht vieles für eine ordentliche Erholung im Frühjahr." ALLIANZ NACH ZAHLEN FAVORIT IM DAX Unter den Einzelwerten waren die Allianz-Papiere größter Dax-Gewinner mit plus 1,39 Prozent. Europas größter Versicherer erzielte 2011 wegen der Euro-Schuldenkrise und den Turbulenzen an den Finanzmärkten zwar nur halb so viel Gewinn 2010, das operative Geschäft habe sich jedoch überraschend gut entwickelt, sagte ein Händler. Ihre Aktionäre will die Allianz zudem mit einer stabilen Dividende von 4,50 Euro bei Laune halten. Auch der Commerzbank hat Griechenland die Bilanz verhagelt. Die Titel gaben ab Dax-Ende um 4,69 Prozent nach, erholten sich damit aber klar von ihrem zuvor fast zehnprozentigen Abschlag. Das zweitgrößte deutsche Geldinstitut hatte im vergangenen Jahr wegen milliardenschwerer Abschreibungen auf Staatsanleihen seinen Überschuss mehr als halbiert. Händler verwiesen für die Verluste der Aktie aber vor allem auf die geplante Kapitalerhöhung und auf den Jahresausblick. Die Papiere der Deutschen Telekom verloren 2,10 Prozent auf 8,778 Euro. Der Konzern musste im vergangenen Jahr trotz der milliardenschweren Ausgleichszahlung von AT&T für die gescheiterte Übernahme von T-Mobile USA einen starken Gewinnrückgang hinnehmen. Die Zahlen zum vierten Quartal seien zwar im Rahmen der Erwartungen ausgefallen, der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr habe jedoch enttäuscht, hieß es am Markt. MTU VERWÖHNT AKTIONÄRE MIT HÖHERER DIVIDENDE Derweil bescherte der Luftfahrtboom dem Münchner Triebwerksbauer MTU im abgelaufenen Jahr einen deutlichen Umsatz- und Gewinnsprung. Die Dividende soll nun von 1,10 auf 1,20 Euro je Aktie steigen. Die MTU-Papiere legten um 0,29 Prozent zu. Die Pläne der Bundesregierung zur Kürzung der Solarförderung belasteten dagegen die Solarwerte im TecDax. Solarworld büßten knapp acht Prozent ein und SMA Solar gaben um etwas mehr als fünf Prozent nach. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sollen große Solarparks ab April mit knapp 30 Prozent weniger an Förderung auskommen müssen.

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Quelle: dpa
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